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Attas Pass gefunden oder erfunden?

Seit Jahren kursiert das Gerücht, daß nach dem Anschlag auf das WTC ausgerechnet der Pass des mutmaßlichen Hijacker-Anführers Mohammed Atta im Schutt des eingestürzten Gebäudes gefunden wurde.

Auch Andreas von Bülow betätigt sich als Multiplikator dieses Gerüchtes:
Noch vor der Veröffentlichung der FBI-Liste aller der Selbstmordattentate Verdächtigen wird etwa acht Strassenblocks vom Wolkenkratzerensemble des WTC entfernt der unversehrte Paß des Mohammed Atta gefunden - ein Beleg dafür, daß dieser Muslim in der Maschine AA 11 gewesen sein muss.
Merkwürdig ist allerdings, daß der Einsturz beider Türme den gesamten Beton in Pulver und Staub verwandelte, nahezu kein Möbelstück oder Computerteil aus den beiden Türmen wiederzufinden war, dann aber gerade ein so wichtiges Beweismittel wie der Paß aus dem Flugzeug herauskatapultiert werden und unversehrt in die Hände der Ermittler hat fallen können. Die Ermittlungsrichtung war damit vorgegeben. Über den Finder ist nichts bekannt. Über den Finder ist nichts bekannt.
(Die CIA und der 11. September, S. 99)

Bis zum heutigen Tage konnte keine einzige primäre Quelle für diese Behauptung genannt werden. Normalerweise folgt auf die Frage nach dem Ursprung dieser Behauptung entweder Achselzucken oder der nichtssagende Hinweis “wurde überall in den Medien gemeldet” - zu finden ist davon jedoch nichts.

Die einzige dokumentierte Erwähnung findet sich bislang in einem Artikel des englischen Guardians:
In less than a week came another find, two blocks away from the twin towers, in the shape of Atta's passport. (Quelle)

Dieser Artikel stammt allerdings vom 19. März 2002, hat also mit der unmittelbaren Berichterstattung nichts zu tun. Wie die Guardian-Journalistin zu dieser Behauptung kommt, bleibt spekulativ. (siehe hierzu Nachtrag, 06.06.09)  

Herr von Bülow führt jedoch an dieser Stelle seines Buches eine Fußnote an und vermittelt den Eindruck, es gäbe eine originäre Quelle zu diesem Sachverhalt:
Zur Frage der geradezu aufdringlichen Beweisspur: >Atta Emerging as Potential Link<, Foxnews.com, 25.09.2001

Die Webseite eines Fernsehsenders vom 25.09.2001, obwohl der Buchautor behauptet, daß vor der Veröffentlichung der FBI-Liste der Pass gefunden worden wäre?
Liest man den Text der zitierten Meldung, wandelt sich dann auch die Skepsis zur Irritation (vorsichtig formuliert), denn dieser Artikel befasst sich mit Mohammed Atta, aber der mysteriöse Pass wird ausdrücklich nicht erwähnt:
Atta Emerging as Potential Link, Tuesday, September 25, 2001 (Quelle
Derselbe Artikel gespiegelt (Quelle)
Story last updated at 3:05 p.m. on Tuesday, September 25, 2001

Herr von Bülow veröffentlichte sein Buch im Jahre 2003. In diesem Buch verbreitet er die unbelegte Behauptung von Attas Passfund, um sie gegen die Glaubwürdigkeit der ‘offiziellen’ Darstellung zu verwenden.
Ironischerweise existiert überhaupt keine ‘offizielle’ Darstellung vom Fund des Atta-Passes.
Der Buchautor und ehemalige Bundesminister erweckt an dieser Stelle lediglich den Eindruck, er hätte eine Quelle für seine Behauptung. Die Konsumenten eines Buches prüfen Fußnoten zu 98% niemals nach - vom Buchautor sollte man dies hingegen verlangen dürfen.

 

Der verdoppelte Phantom-Pass

Die Reproduktion unbelegter Falschmeldungen wird vom Juristen Andreas von Bülow auf die Spitze getrieben, als er sich auf den Vater des Mohammed Atta bezieht. Dieser ist ebenfalls von Beruf Anwalt und verständlicherweise darum bemüht, seinen Sohn vom Verdacht des Massenmordes freizusprechen:  
Der Vater verwies auf die Berichte des FBI, wonach im Mietwagen Attas am Flughafen Boston eine Fluganleitung für Boeing-Flugzeuge in arabischer Sprache und ein Pass auf den Namen seines Sohnes gefunden worden seien. Die Spuren in Portland und in Boston könne sein Sohn schlecht gleichzeitig hinterlassen haben, zumal sein Paß doch auch in New York gefunden wurde. (Der CIA und der 11. September, S. 101f) 

Nichts von diesem Täuschungsversuch ist korrekt.
Atta mietete in Boston einen Nissan und lies ihn am Morgen des 11. September 2001 am Flughafen in Portland zurück. Ein vor Gericht gestellter FBI-Antrag auf einen Durchsuchungsbefehl vom 12.09.2001 enthält eine eidesstattliche Erklärung des FBI-Agenten James K. Lechner (Kopie). Demnach wurde die Boeing-Fluganleitung in Boston im Gepäck des Atta gefunden, da dies nicht rechtzeitig zum Anschlußflug umgeladen wurde. Von einem weiteren Atta-Pass ist seitens des FBI überhaupt nicht die Rede - im Gepäck wurde ein anderer Pass gefunden, wie später bekannt wurde:
A fourth passport was recovered from luggage that did not make it from a Portland flight to Boston on to the connecting flight which was American Airlines flight 11. This is the passport of Abdul Aziz al Omari. (Quelle)

Haben die Täuschungsversuche vielleicht mit den Thesen zu tun, die der Vater des Atta verbreitet?
He said his son might have been kidnapped and his papers stolen to implicate him in the attacks. [...] accusing the United States of plotting the attacks, with the help of the Israeli intelligence, the Mossad. (Quelle), 18.09.2001

The Mossad kidnapped my son,” he says. [....] They forced him to make the phone call after the attack to cause controversy. Then they killed him. This was done by the Mossad, using American pilots. (Quelle), 25.09.2001
Er ist entführt worden. Die Leute vom Mossad haben ihn den Anruf machen lassen und mit Waffen bedroht. Ich schließe nicht mehr aus, dass er liquidiert wurde, auf die übliche Weise, vielleicht in einem Säurebad. (SPIEGEL 40, 2001, S. 42)

Im Buch von Andreas von Bülow werden die wirren MOSSAD-Thesen des Vaters nicht explizit erwähnt, sondern umschrieben:
Vater Atta geht inzwischen davon aus, daß sein Sohn entführt und ermordet worden ist. (Die CIA und der 11. September, S. 102)

 

Der Ursprung der Legende

Wieder scheint Thierry Meyssan der Urheber einer Falschdarstellung zu sein. In den ersten Monaten des Jahres 2002 verwendet der ‘missile hoaxer’ Meyssan mehrfach die Story vom Atta-Pass, stets ohne Quellenverweis:
Das FBI will den unversehrten Paß von Mohammed Atta in den rauchenden Trümmern des World Trade Center entdeckt haben. Das ist ein wahres Wunder; (Der inszenierte Terrorismus, September 2002, S. 59, Originalausgabe im März 2002 erschienen)
Denen, die daran zweifeln würden, liefert das FBI einen lächerlichen ‘Beweis’: Während die Maschinen gebrannt haben und die Twin Towers eingestürzt sind, habe Mohammed Attas Paß wie durch ein Wunder das Inferno überdauert und sei später in den brennenden Trümmern des WTC unversehrt gefunden worden.
(Thierry Meyssan in Pentagate, S. 68; Meyssan-Rede vom April 2002)

Tauscht man in dem Zitat “das FBI” gegen “die Verschwörungstheoretiker”, wäre der Sachverhalt treffender beschrieben - ein klassisches Strohmann-Argument der VT-Protagonisten.

Der manipulative Wert solcher Legenden drückt sich perfekt in folgendem Kommentar eines Users im März 2007 aus:
I may be naive, and was misinformed before 9/11 - at the beginning I believed what I heard from the TV. But when the passport of the ringleader terrorist Atta was miraculously found in the rubble, I woke up and realized there must be something very wrong if the media is able to feed us with such evident propaganda. (Quelle)

Wieder sind “die Medien” schuld - dokumentiert sind jedoch ausschliesslich Erwähnungen in VT-Kreisen (neben dem Guardian-Artikel vom 19.03.2002, siehe Hinweis Nachtrag, 06.06.09).
Wie Andreas von Bülow ‘kreativ’ mit dieser Fundleere umgeht, ist oben dokumentiert. Die Null-Recherche des Herrn von Bülow wiederum wurde umgehend im  September 2003 per heise.de im Internet verewigt:
Attas Pass übersteht den Crash ins WTC unversehrt

Bezeichnenderweise wird im Heise-Artikel auf die vielen Fehler im Bülowschen Buch hingewiesen - aber ausgerechnet mit einem unzutreffenden Vorwurf ad absurdum geführt:
Von Bülow bezieht sich aber etwas zu häufig auf das WWW als Informationsquelle, das ja bekanntlich auch viele Falschmeldungen enthält. Doch auch von Bülow hat ganz offensichtliche Fehler im Buch: [...] Auch heißt es, "es sei nur ein einziger Jude im WTC gestorben", während andere Quellen hier 400 nennen. (Quelle; Detaillierte Darstellung zu diesem Sachverhalt siehe hier)

 

Reale Pass-Funde

Es mag bemerkenswert sein, daß sich solche Phantom-Legenden wie Fakten in die Köpfe unzähliger ‘Zweifler’ eingebrannt haben - ungewöhnlich ist es keineswegs (siehe Sheraton-Hotel, siehe Pentagon-Flugabwehr, siehe lebende Hijacker, siehe 5Meter-Loch, siehe Passagierlisten ohne Hijacker, siehe WTC-Freifall, siehe pull the building, siehe Terror-Versicherung usw.).

Ebenso bemerkenswert ist jedoch, daß tatsächlich erstaunliches über diverse Pässe gemeldet wurde:
New York Police Commissioner Bernard Kerik said Sunday a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby. Based on the new evidence, the FBI and police decided to widen the search area beyond  the immediate crash site. (CNN, 16.09.2001)

Authorities investigating Tuesday's attack on the World Trade Center found a passport belonging to one of the hijackers three blocks from the demolished 110-story buildings, New York City Police Commissioner Bernard Kerik said. Officials declined to say to whom the passport was issued, but a government source said that it was a Saudi passport. (Washington Post, 17.09.2001)

Last week, a passport belonging to one of the hijackers was found in the vicinity of Vesey Street, near the World Trade Center. "It was a significant piece of evidence for us," Mawn said. (CNN, 18.09.2001)

Eine sehr frühe TV-Meldung enthielt sogar einen Namen:
ABCNEWS sources identify another hijacker as Satam Suqami, a Saudi national on American Airlines Flight 11, whose passport was recovered in the rubble. www.abcnews.com 12.09.2001

In deutschen Medien konnte man z.B. solche Meldungen lesen:
Die Ermittler in den USA haben den Pass eines an den Anschlägen beteiligten Terroristen gefunden. Das Dokument sei mehrere Straßen vom zerstörten World Trade Center in New York entfernt entdeckt worden, teilte die Polizei mit. (Quelle), 17.09.2001

Und so findet man im 9/11 Commission Report - dem offiziellen Bericht - folgenden Hinweis:
Only the passports of Satam al Suqami and Abdul Aziz al Omari were recovered after 9/11. Both had been doctored. (Anm. 106, Chapter 7)

Im Rahmen des Moussaoui-Prozesses wurde ein Bild des Passes veröffentlicht.
 

satam-pass-WT00001A-cut

Auch am Absturzort von United Airlines 93 sollen Überreste eines Passes gefunden worden sein:
A fragment of Jarrah's passport was found in the wreckage of the hijacked Flight 93 (Quelle)
A partly-burned copy of Ziad Jarrah's U.S. visa recovered from the Flight 93 crash site in Somerset County, Pennsylvania. From 9/11 Commission report (Quelle)

 

jarrah-passport-PA00105-08A

Moussaoui-Prozess  PA00105.08

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Quelle

Ebenso sollen im Pentagon-Gebäude Dokumente von mehreren Hijackern gefunden worden sein:
The Hazmi brothers’ identifications were found in the rubble at the Pentagon and appeared genuine upon examination. (Quelle)
A “Kingdom of Saudi Arabia Student Identity Card” was found in the rubble at the Pentagon with Moqed’s name on it. (Quelle)

 

ghamdi passport-PA00108A
moqued id-card-PE00114A
alhazmi-PE00102A

MS. SUSAN GINSBURG: Beginning with passports. Four of the hijackers passports have survived in whole or in part. Two were recovered from the crash site of United Airlines flight 93 in Pennsylvania. These are the passports of Ziad Jarrah and Saeed al Ghamdi. One belonged to a hijacker on American Airlines flight 11. This is the passport of Satam al Suqami. A passerby picked it up and gave it to a NYPD detective shortly before the World Trade Center towers collapsed. A fourth passport was recovered from luggage that did not make it from a Portland flight to Boston on to the connecting flight which was American Airlines flight 11. This is the passport of Abdul Aziz al Omari. (Quelle)

Bemerkenswerte Behauptungen über bemerkenswerte Funde.
Diese dokumentierten Meldungen finden bei Autoren wie Andreas von Bülow und Thierry Meyssan jedoch keine Erwähnung. Stattdessen machen sie sich ausgerechnet über den einzigen nicht-existenten Fund lustig und offenbaren damit ihre Recherche-Methoden.

 

Fazit:

1. Der ‘magische’ Atta-Pass ist ein Desinformations-Brocken von Verschwörungstheoretikern. Exponierte Buchautoren wie Andreas von Bülow und Thierry Meyssan verbreiten derartiges ungeprüft und unbelegt.
2. Die tatsächlich gemeldeten Funde sind möglicherweise auch Desinformations-Brocken (sogenannte Rote Heringe), um die Ermittlungsrichtung zu bestätigen.
3. Möglicherweise wurden solche Passfragmente jedoch tatsächlich unter den Überresten gefunden - wie auch Dokumente von anderen Passagieren:

 

ua93-passportP200068-1 ua93-passportP200069-1

Der erste Punkt ist nachprüfbar belegt, die beiden letzten Punkte bleiben  hingegen Spekulationen (und Gegenstand rhetorischer Spielchen, siehe Nachtrag 06.06.09).
 

Trümmerberge ohne Relevanz

Ein weiterer Aspekt des AttaPass-Hoax ist bemerkenswert. Andreas von Bülow schreibt zu dem fragwürdigen Passfund folgendes bzgl. der Umstände:
Merkwürdig ist allerdings, daß der Einsturz beider Türme den gesamten Beton in Pulver und Staub verwandelte, nahezu kein Möbelstück oder Computerteil aus den beiden Türmen wiederzufinden war, dann aber gerade ein so wichtiges Beweismittel wie der Paß aus dem Flugzeug herauskatapultiert werden und unversehrt in die Hände der Ermittler hat fallen können. (Die CIA und der 11. September, S. 99)

Thierry Meyssan schreibt folgendes:
Denen, die daran zweifeln würden, liefert das FBI einen lächerlichen ‘Beweis’: Während die Maschinen gebrannt haben und die Twin Towers eingestürzt sind, habe Mohammed Attas Paß wie durch ein Wunder das Inferno überdauert und sei später in den brennenden Trümmern des WTC unversehrt gefunden worden.
(Pentagate, S. 68)

Zu dieser Falschdarstellung haben irreführende Medienberichte einen Beitrag geleistet:
ABCNEWS sources identify another hijacker as Satam Suqami, a Saudi national on American Airlines Flight 11, whose passport was recovered in the rubble. (www.abcnews.com 12.09.2001, Hervorhebung von mir)

Was haben aber die Gebäude-Einstürze oder ‘brennende Trümmer’ tatsächlich mit dem Passfund zu tun?
Nochmals die offizielle Darstellung - keine x-beliebigen Medienberichte:
Suqami’s passport survived the attack: a passerby picked it up from the World Trade Center and handed to a New York Police Department detective shortly before the towers collapsed. [...]
The passport was recovered by NYPD Detective Yuk H. Chin from a male passerby in a business suit, about 30 years old. The passerby left before being identified, while debris was falling from WTC 2. The tower collapsed shortly thereafter. The detective then gave the passport to the FBI on 9/11. See FBI report, interview of Detective Chin, Sept. 12, 2001.
(911 Commission Report, Hervorhebung von mir)

Die offizielle Information und der Unterschied zur tausendfach wiederholten VT-Darstellung ist also eindeutig: Der Pass wurde vor dem Einsturz der Türme an einen Polizeibeamten übergeben - brennende Trümmerberge sind hierbei völlig irrelevant.

Wie sahen die Strassen zu diesem Zeitpunkt aus - vor dem Einsturz der Türme?
 

1459719.AlbanySeatCushion8X1202

8:52 a.m.: On Albany Street, two blocks south of WTC 2, Two men examine a seat cushion from AA Flight 11. (Quelle: Pete Burke)

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8:54 a.m.: At the corner of Greenwich and Liberty, debris and fire. there were torn body parts everywhere. (Quelle: Pete Burke)

Die Strassen sind übersät mit Papier und leichtem Material, jede Menge Menschen sind unterwegs. Jede Menge Möglichkeiten, auch auf einen herumliegenden Pass aufmerksam zu werden.

Selbst aus den Trümmern von ‘Gound Zero’ wurden in monatelanger Kleinarbeit noch tausende persönliche Papiere geborgen:
54,000 personal items and 4,000 photographs (PDF-Quelle)

Zu diesen persönlichen Dokumenten gehört u.a. eine Bankkarte von Waleed Iskandar, einem Opfer an Bord von American Airlines 11: 
 

waleed iskandar-bankcard

Quelle

Oder die UA-Bonuskarte einer Passagierin an Bord von UA175 namens Lisa Frost:
 

lisa frost card1095

Quelle

Bei einem anderen Flugzeug-Unglück im Oktober 2006 stürzte der Baseballstar Cory Lidle mit einer Cessna in ein Hochaus in Manhatten. 
Sein Ausweis wurde auf der Straße zwischen den Trümmern gefunden. (Quelle)

Natürlich bleibt weiterhin die Frage offen, wie groß die Wahrscheinlichkeit eines solchen Pass-Fundes tatsächlich sein mag.
Es bleibt aber auch weiterhin festzuhalten, daß die Wahrscheinlichkeit dieses Fundes durch die irreführende Darstellung einiger VT-Protagonisten künstlich herabgesetzt wurde.

Nochmals sei anhand dieses einfachen Beispieles gegenübergestellt, wie Verschwörungstheoretiker Sachverhalte ohne Rücksicht auf den Wahrheitsgehalt verzerren.

VT-Version (Thierry Meyssan):
Während die Maschinen gebrannt haben und die Twin Towers eingestürzt sind, habe Mohammed Attas Paß wie durch ein Wunder das Inferno überdauert und sei später in den brennenden Trümmern des WTC unversehrt gefunden worden. [Hervorhebungen von mir]

Offizielle Version:
Suqami’s passport survived the attack: a passerby picked it up from the World Trade Center and handed to a New York Police Department detective shortly before the towers collapsed. [...]
The passport was recovered by NYPD Detective Yuk H. Chin from a male passerby in a business suit, about 30 years old. The passerby left before being identified, while debris was falling from WTC 2. The tower collapsed shortly thereafter. The detective then gave the passport to the FBI on 9/11. See FBI report, interview of Detective Chin, Sept. 12, 2001
[Hervorhebungen von mir] (PDF-Quelle)

Folgender Disclaimer wäre bei einigen dieser Autoren angebracht:
“Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig”

 

Auch Opfer-Angehörige können irren - Fragen für die Ewigkeit

Unter 911independentcommission.org haben sich Angehörige von 9/11-Opfern zusammengefunden und diverse Fragen formuliert. Die erste Frage belegt bereits, daß auch hier falsche Prämissen verwendet werden:
Questions For F.B.I. Director Mueller - Regarding the Hijackers
March 18, 2004
1. Please explain how the passports of Mohammed Atta and Satam al-Sugam, both on Flight 11, survived the inferno to be found on the street near the World Trade Center. www.11alive.com/news/usnews_article.aspx?storyid=42069
•  Who found the passports and what time where they found?
•  Please describe the condition of each passport.
•  Please explain how the passports of two hijackers survived the explosion and inferno.

1. Folgt man dem zitierten link, erhält man einen Artikel vom 27.01.2004 (inzwischen nicht mehr online). Auch dieser Artikel verliert kein Wort über Attas Pass, lediglich der Satam-Pass wird erwähnt.

2. Die Fragen wurden im  Monograph on 9/11 and Terrorist Travel (im August 2004 veröffentlicht) weitgehend beantwortet (Antworten siehe auch oben)

Die ‘Family Steering Commitee’ Site wurde im Februar 2005 ‘stillgelegt’ (Quelle). Da keine Updates mehr erfolgen, bleiben sämtliche Fragen dieser Organisation unter einer undifferenzierten Bezeichnung online: Unanswered Questions

Es gibt jedoch The Family Steering Committee’s Review of the 9/11 Report, der von zwei Angehörigen - Mindy Kleinberg und Lorie van Auken - in mühsamer Arbeit zusammengestellt wurde. Der 9/11 Commission Report wurde darauf überprüft, in wieweit die Fragen dieser Organisation beantwortet wurden.
Die oben zitierten Fragen wurde ausnahmslos deklariert als “vom 9/11 Report ignoriert bzw. ausgelassen”.

Angesichts der vorliegenden, oben aufgeführten Informationen aus den Hearings und Publikationen lässt sich die Bewertung der beiden Damen schwerlich nachvollziehen.
 

Nachtrag, 07.09.2008:

Die verzerrte Darstellung des Sachverhaltes ‘Zufallsfund Satam-Pass’ ist symptomatisch für den Großteil einer aufwendigen Zusammenstellung eines ‘Zweifler-Blogs - es handelt sich um konzentrierte Strohmann-Argumente:
Es ist Zufall, dass der Reisepass des angeblichen Flugzeugentführers von Flug 11 Satam Al Suqami den Einschlag mit 800 Kilometer in den Südturm überlebte, dann im Feuerball nicht verbrannte, dann eine Stunde sich irgendwie im brennenden Gebäude aufhielt, dann den kompletten Zusammenbruch und die Pulverisierung des Turmes auch noch überlebte und dann am Schluss völlig unbeschädigt auf die Trümmer am Ground Zero niederflatterte, damit ihn ein Polizist findet.

Veröffentlicht im August 2008 - ein Beleg dafür, daß manche Protagonisten unbelehrbar sind.
 

Nachtrag, 08.10.2008:

Inzwischen kann MOSAIK911 nachvollziehen, woher die Inspiration des zuvor zitierten SCHALL&RAUCH-Blogger stammt.
Ende 2007 erschien der Film UNTER FALSCHER FLAGGE, der den Protagonisten Bröckers, Hauß und von Bülow die Gelegenheit gibt, sämtliche Behauptungen aus ihren Büchern der Jahre 2003/2004 zu wiederholen.

Frank Höfer, Produzent des Filmes gab auch im Zusammenhang mit der Pass-Legende bemerkenswerte Truthseeker-Kostproben von sich:
Also ich war jetzt mal auf dieser werboom seite, [...] Dort wird zum Beispiel versucht zu widerlegen, dass der Pass von Mohammed Atta im Schutt gefunden wurde. Nun frage ich mich was das für ein Blödsinn sein soll, denn das wurde nie behauptet (außer von Bülow, der diesen Fakt anscheinend wirklich FALSCH benannt hat). Wenn Du aber mal besser recherchiert hättest, wüßtest Du dass dem nicht so ist und dass man offiziell den Pass von Satam Al Suqami gefunden hat. Werboom versucht also eine Sache zu widerlegen, die gar nicht behauptet wird. DAS ist offensichtlicher Unfug und reine Zeitverschwendung. (Quelle)

Es bestätigt sich zum 1001. Male: “Zeitverschwendung” sind diese Pseudo-Diskussionen - systematisch werden Informationen ausgeblendet und Sachverhalte verdreht:

1) Frank Höfer unterstellt nach dem Besuch dieser Site:
“Wurde nie behauptet” - außer vielleicht durch Andreas von Bülow.
Andreas von Bülow wird jedoch als ‘seriösester’ deutscher Zweifler vermarktet - trotz des offensichtlichen Unfugs im Dutzend (Beispiele).

2) Die französische VT-Ikone Thierry Meyssan hat prägende ‘Pionier-Arbeit beim Desinformieren geleistet. Dessen Vorarbeit beim sagenhaften Pass-Fund ist oben explizit beschrieben und wurde von Frank Höfer vorsichtshalber überlesen, um frech schreiben zu können: “Wurde nie behauptet.”

3) Der angebliche Atta-Passfund wartet zudem in einem ‘unanswered questions’-Fragenkatalog von ‘9/11’-Opferangehörigen noch immer auf Beantwortung - ebenfalls oben dargestellt und von Höfer vorsichtshalber überlesen: “Wurde nie behauptet”

Und was verbreitet der exponierte Webster G. Tarpley in seinem Buch  ‘9/11 SYNTHETIC TERROR MADE IN USA’ aus dem Jahre 2004?
Even if they are presumed dead they must remain prominent, as in the case of Atta’s passport, which is alleged by the FBI to have survived the fiery collapse of the World Trade Center towers to be found undamaged and unsinged on a nearby street. (Quelle, e-book)

Der fanatische Antisemit und 9/11-Leugner-Pionier Eric Hufschmid treibt den Irrsinn wie so oft auf die Spitze:
The suicide notes might be as real as Mohamed Atta's passport (it was found in the street near the World Trade Center, remember?). (Quelle, November 2005)
For example, it was a Jewincidence that Mohamed Atta's passport was found in the street after the airplane crashed into the towers. (Quelle, Februar 2008)

“Wurde nie behauptet” - Orwellsche ‘Truthseeker’-Wahrnehmungen im Dienste der Wahrheit .... oder unter falscher Flagge.

Am Beispiel von Andreas Hauß und dem Satam-Pass lässt sich nochmals exemplarisch dokumentieren, wie diese ‘Skeptiker’ agieren: 
Hauß:
In dem Moment, in dem er in das WTC reingeflogen ist, muss dieser Pass durch den Feuerball hindurchgeflogen sein, sich noch eine Stunde in der Luft herumwirbelnd aufgehalten haben, bis das WTC zusammengefallen ist und dann auf den Schutt oben draufgefallen sein. (Unter falscher Flagge, 7:30, Hervorhebung von mir)

Es handelt sich nachweislich um eine absurde Fantasie aus dem Hause Hauß, die nur am Rande mit der tatsächlich dokumentierten Version zu tun hat. Am SCHALL&RAUCH-Wiederkäuer (siehe Nachtrag oben) lässt sich erkennen, mit welcher Selbstverständlichkeit solche absurden Fantasien recycelt werden.

Will man die Glaubwürdigkeit dieser Protagonisten einordnen, reicht eine Doppel-Frage - die obige Räuberpistole exemplarisch vor Augen haltend:
Glauben diese ‘Fragensteller’ wirklich was sie da verzapfen (hier: eine Stunde in der Luft herumwirbelnder Pass) und glauben diese ‘Fragensteller’ wirklich, das der offensichtliche Unsinn aus der Feder der offiziellen Version stammt?

Die Antwort JA oder NEIN gibt Aufschluss darüber, ob Dummheit und Ignoranz vorliegt - oder Dreistigkeit und kalkulierte Desinformation.

Die Klientel solcher Verzerrungen richtet diese Frage jedoch regelmäßig an völlig andere Adressaten - oftmals in fanatisch anmutender ‘Erwachet’-Rhetorik: 
alles ist zu staub zerbröselt, nein nicht alles, ein ausweis von einem mutmasslichen terroristen ist vor dem einschlag aus dem flugzeug gefallen hat in der luft pirouetten gedreht bis alles zusammengefallen ist u ist dann sellenruhig zur erde geflatter damit ein beamter diesen findet!!!!
herr ströbele, mal im ernst da glauben sie doch nicht wirklich dran??? AUFWACHEN!!!!
(Quelle)

Die Kollegenschelte des angriffslustigen Andreas Hauß lässt sich demnach problemlos auf ihn selber anwenden:
Diese Desinformation dient der Meinungsmache. Zuerst steht die spinnerte These, dann werden Informationen darauf zugeschnitten.
Ich werfe Wisnewski also nicht FEHLER vor, nicht Ungenauigkeit oder Schlamperei. das kann jedem mal passieren. Sollte nicht, tut`s aber.
Es geht um bewußte Irreführung der Leser. Die Grundinformationen des Artikels stimmen nicht, und das liegt nicht an Schlamperei. (Zitat Andreas Hauß)

Oder anders formuliert: Im Umgang mit der Wahrheit können oder wollen diese professionellen Zweifelprotagonisten nicht seriöser agieren.
Wenn diese Zweifelprotagonisten jedoch bereits im Umgang mit einfachsten Sachverhalten überfordert sind, wieviel Wahrheit steckt dann in deren Darstellungen komplexerer Sachverhalte?

 

Nachtrag, 11.01.2009:

Die Verballhornung des dokumentierten Sachverhaltes findet sich auch auf der Webpräsenz des Herrn Hauss:
[...] fand ein FBI-Mann den Paß von Satam AlSuqami in diesem Zustand im Schutt des WTC. Das nennt man nicht nur eine fixe Identifizierung, das ist auch ein echtes Flugwunder: aus der Brieftasche in der Jacke des Bösewichts im Moment des Aufpralls  zack durch das Kabinenfenster, schnittig durch den feuerball hindurch, abwartend bis das WTC zusammenstürzte, und dann oben auf den Schutt zum Abgreifen für findig/fündige FBI-Leute (Quelle)

Der Pass wurde von keinem FBI-Mann gefunden - für diese fixe Idee der ‘Aufklärer’ fehlt jeder Beleg. Oben steht der tatsächlich dokumentierte Ablauf.

Zu diesem Faktum fügt Hauss eine bemerkenswerte Korrektur an:
Korrektur: Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, daß eine version der Geschichte lautet, der Paßfund sei noch VOR dem Zusammenbruch des WTCs erfolgt ! Also am 11.9., nicht "erst" am Tag danach! Hoppla, sagt da doch der Fachmann, so schnell wurde noch selten ein Mörder identifiziert - noch bevor die meisten seiner opfer starben (Quelle)

Eine typische Wahrnehmungsstörung: Es handelt sich nicht um eine Version, sondern um die gültige offizielle Version. Die gültige offizielle Version, die von fantasiebegabten ‘Aufklärern’ wie Hauss, Meyssan und Konsorten nach Belieben verdreht wurde - nachweislich.

Es handelt sich um die offizielle Version aus dem Jahre 2004, die ein ‘Medienanalyst’ im Jahr 2008 mit einem “Hoppla” zur Kenntnis nimmt.

Und noch etwas offenbart die Verbohrtheit dieses ‘Aufklärers’:
Mit dem Passfund wurde kein “Mörder identifiziert”. Die Verdachtsmomente gegen Satam al Suquami ergaben sich aus anderen Aspekten - und hätten auch ohne diesen Passfund Bestand gehabt.

Die Reaktion ist jedoch bezeichnend für einen ‘Medienanalysten’, der seine Fantasieversion bereits als Comic propagiert:
 

hauss-Flatterpass_Seite1
hauss-Flatterpass_Seite2

Quelle: Kaymak&Hauss

Nachtrag, 06.06.2009

Die beiden letzten Nachträge führten zu einer Reaktion von Andreas Hauß. Anders formuliert: MOSAIK911 wurde ‘medienanalysiert’. Die Qualität der Replik bestätigt zahlreiche Kritikpunkte von MOSAIK911 und sollte als Ganzes gelesen werden: Flatterpässe und Bushismus.
Während Mainstreammedien polemischen Attacken von Protagonisten wie Andreas Hauß selten thematisieren, greift MOSAIK911 diese Vorlage dankend auf. In konzentrierter Form bietet sie weiteres Anschauungsmaterial für die Methoden dieser Herrschaften - incl. dem Umgang mit Kritik.
MOSAIK911 konzentriert die Ausführungen auf einige zentrale Aspekte der Hauß’schen-‘Analyse’.

 

Die Idioten-Connection

Der ‘Medienanalyst’ fand in der Vergangenheit klare Worte für ‘Lochologen’, die den Boeing-Einschlag im Pentagon u.a. mit eigenwilligen Bilder-Interpretationen wegzweifeln - ebenso fand er klare Worte für die selbsternannten ‘Sprengexperten’, die eine konfuse ‘Wünsch Dir was’-Sprengung des WTC propagieren.

Meyssan und seine Idioten. (Medienanalyse-international.de)

Erschreckend in diesem Zusammenhang ist die Granatendummheit und Ignoranz der Verschwörungstheoretiker in mehrfacher Hinsicht [...] (Medienanalyse-international.de)

sollen die Leser doch  die Quellen für die absurden  Phantasien  von "kontrollierten Sprengungen " kennenlernen (Medienanalyse-international.de)

Der Sprengungsmist mit der dahinterstehenden Frage: wer wann wo wie hätte da Sprengstoff reinbringen können - lustiges Rätselraten - lenkt von der Frage der BEWEISBAREN Fakten ab. Die Spekulation nützt den bushisten. (Medienanalyse-international.de)

Angesichts der andauernden Bemühungen der Journaille, uns den Meyssan-Unsinn und Antisemitismus anzuhängen, halte ich jetzt eine nochmalige Distanzierung von ihm und den "Sprengexperten des WTC" für geboten. (Medienanalyse-international.de)

Das Dilemma des ‘Medienanalysten’: Auch Andreas von Bülow gehört zu den ‘granatendummen Idioten und absurden Phantasten’ (O-Ton Hauß):
1. AvB benutzt im Buch ‘Die CIA und der 11. September’ kapitelweise das gängige ‘Idioten’-Repertoire, um den Boeingeinschlag wegzuzweifeln.
2. AvB bietet als Alternativerklärung explizit die Meyssan-Missile an (S. 197f)
3. AvB beklagt sogar ein angebliches Vertriebsverbot für Meyssans Machwerk in den USA (S. 200).
4. AvB benutzt kapitelweise die gängigen Indizien, um die “absurden Phantasien von kontrollierten Sprengungen” (O-Ton Hauß) zu propagieren.
5. AvB beruft sich mehrmals explizit auf die 9/11-Vorlagen der Holocaust-’Truthseeker’ Eric Hufschmid und Christopher Bollyn (siehe auch hier)
6. AvB lenkt den Fokus auf den israelischen MOSSAD - u.a. unter dem Schlagwort ‘Vorahnungen’ mit einer eigenwilligen Variante der ältesten antisemitischen Legende.
7. AvB käut unkritisch Hoaxes wieder, quält seine Leser mit 15-Seiten Opfernamen auf der Suche nach den Tätern und scheitert auch an weiteren simpelsten Sachverhalten.

Der ‘Medienanalyst’ Hauß hat in der Vergangenheit den VT-Kollegen Wisnewski anhand eines einzelnen Beispieles der Leserverarschung und bewusster Irreführung der Leser bezichtigt.
Das Buch des Andreas von Bülow enthält weitgehend dasselbe VT-Repertoire und dieselben irreführenden Methoden (siehe z.B. Opferlisten-Mißbrauch oder Romero-Diskreditierung, oder Pseudofehlbesetzungen) - in diesem Fall solidarisiert sich der ‘Medienanalyst’ Hauß jedoch mit einem von ‘Meyssans Idioten’ (O-Ton Hauß) gegen einen “minderbemittelten Anpinkler” (Zitat Hauß) und verbiegt sich mit einem bemerkenswerten Rechtfertigungsversuch:  

[...] es mag evtl. schlicht eine lässliche Schlamperei bei von Bülow, die passieren kann, aber nicht passieren sollte.

[ ...] ein nebensächlicher potentieller Sachfehler Bülows,

Von Bülow hat nichts anderes als evtl. eine falsche Namensnennung "verbrochen". Alles. Mehr ist nicht, mehr gibt es nicht zu kritteln.

Ein ‘Medienanalyst’ beim Manipulieren und/oder Dilettieren, denn:
MOSAIK911 hat explit und unübersehbar kritisiert, daß AvB für seine Behauptung eine Quelle vom 25.09.2001 anführt, die den Atta-Pass eben nicht erwähnt. AvB kultiviert mit der Null-Recherche einen weiteren Hoax. Mit ‘Namensverwechslung’ hat das überhaupt nichts zu tun.
Der Sachverhalt auf den Punkt gebracht:
Der Buchautor AvB propagiert den Atta-Passfund und behauptet gleichzeitig, die Ermittlungsrichtung wäre dadurch vorgegeben gewesen. ‘Belegt’ wird die Behauptung mit einem expliziten Hinweis auf diesen Artikel, der nichts über einen Passfund enthält. Das kann man wiederum nur wissen, wenn man sich die Mühe der Quellenprüfung macht.
Wer aus strategischen Gründen hier keine ‘Leserverarschung’ erkennen darf und stattdessen “evtl. eine falsche Namensnennung” herbeifaselt, demonstriert ein weiteres Mal die Unredlichkeit bzw. Unfähigkeit sogenannter ‘Skeptiker’.

Es wird aber noch peinlicher für den ‘Medienanalysten’. Mit Bezug auf diesen Guardian-Artikel vom 19. März 2002 demonstriert Hauß ein weiteres Mal, wie Sachverhalte beliebig verdreht werden: 
Und von Bülow wird zerknirscht zugeben, dass seine Lektüre des Guardian ein schwerer Fehler war.

AvB hat den Sekundär-Artikel aus dem Jahr 2002 in seinem Buch mit keiner Silbe erwähnt. AvB beruft sich ausschliesslich auf einen FOXNews-Artikel vom 25.09.2001, der nichts von dem enthält, was AvB dem Leser verkauft hat.  

Es folgt der vorläufige Höhepunkt der Verdreh-Methodik:
Huch. Da wird wohl der Guardian im März 2002 aus dem dummen Buch des von Bülow aus dem Jahre 2003 abgeschrieben haben. Oder so.

Der Guardian-Artikel erschien am 19. März 2002. Ganz zufällig erschien genau eine Woche zuvor das umstrittene Buch des Thierry Meyssan:
Monday, March 11, 2002: launching of book The Big Lie. (Quelle)

Ganz zufällig war es der Multi-Hoaxer Meyssan, der den Atta-Pass-Fund quellenlos in die Welt gesetzt hat:
Das FBI will den unversehrten Paß von Mohammed Atta in den rauchenden Trümmern des World Trade Center entdeckt haben. Das ist ein wahres Wunder; (Der inszenierte Terrorismus, September 2002, S. 59; deutsche Übersetzung von ‘The Big Lie’, März 2002; französisches Original, S. 30)

Huch. Da wird wohl der Guardian im März 2002 aus dem dummen Buch des Meyssan abgeschrieben haben. Oder so.
Der ‘Medienanalyst’ ist mit der naheliegenden Erklärung  aus Prinzip überfordert und verdreht stattdessen auch diesen Sachverhalt  - obwohl ‘Volksaufklärer’ MOSAIK911 sämtliche Puzzleteile bereits überprüfbar präsentiert hat. Das “dumme Buch” des Herrn von Bülow resultiert u.a. aus Meyssan-Vorlagen.

Huch - wie urteilte der ‘Medienanalyst’ noch vor einiger Zeit?

Meyssan und seine Idioten. (Medienanalyse-international.de)

Anders formuliert: Die ‘Idioten-Connection’ in voller Aktion.

Es bleibt nur eine Frage: Warum blamiert sich Hauß derart sinnlos und attestiert einem Muster-Protagonisten des Lochologen-Repertoires, der Sprengphantastereien und antisemitisch-gefärbter Vorlagengeber:
Das Renommée eines von Bülow leidet darunter nicht [...]

Das eigenwillige Theater lässt sich zweifach erklären.

1. Andreas von Bülow wird neben dem ‘Medienanalysten’ im Video Unter falscher Flagge als ‘seriöser Skeptiker’ präsentiert - also muss er irgendwie seriös sein.

2. Niemand lässt sich beim Pfuschen oder Manipulieren gerne auf die Finger schauen - das gilt natürlich auch für ‘Medienanalysten’ mit virtuellem Ein-Mann-Institut oder Ex-Bundesminister.
Die Reaktionen fallen deshalb fast immer gleich aus - entweder wird mit irreführenden Verdrehungen gekontert (wie oben dokumentiert) und/oder es wird empört auf die höhere Mission ausgewichen (wie nachfolgende dokumentiert):  
Unser Ziel ist es, die Absurdität und die Lügen rund um 9/11 herauszuarbeiten als beleg dafür, dass und wie die Legende von den islamistischen Entführern in die Welt gesetzt wurde und gepflegt, poliert und teils bei Bedarf auch repariert wird. Dieser debunker-Quark minderbemittelter Anpinkler, die die Eierschalen noch hinter den Ohren haben, hält uns davon natürlich nicht ab. Das Renommée eines von Bülow leidet darunter nicht, und MAI bleibt weiter "glaubwürdig". Wobei wir hier bekanntlich Wert auf Quellen legen, und eben NICHT auf Glauben.

Der Investigativ-Journalist Hans Leyendecker hat die stereotype Reaktion treffend beschrieben:
Es bringt aber nichts, nachzuweisen, dass Paranoiker die Unwahrheit verbreiten. Sie erklären gewöhnlich, dass es auf diesen und jenen Punkt gar nicht ankomme. Auf die große Linie komme es an, und die löst sich dann in viele kleine Striche auf.
Wer mit diesen Amokläufern um die Wette rennt, muss wegen Seitenstechens leider aufgeben.

Oder wegen dichten Nebels, den diese Herrschaften systematisch produzieren. Andreas Hauß bietet weiteres Anschauungsmaterial:
 

Die eingebildete Beweiskraft

Nach dem ‘Namensverwechsel’-Debakel demonstriert Hauß auch inhaltlich systematische Ignoranz:
Nicht der Name im Pass ist wichtig, sondern DASS ein Pass eines angeblichen Entführers im WTC-Schutt gefunden wurde, also Ort, Zeit, Bedingungen des Fundes im Verhältnis zu der Aussagekraft des Fundes: Islamisten waren es!
[...]
Fakt ist und bleibt, dass STUNDEN nach 9/11 schon Hijacker "identifiziert" wurden. Unter Umständen, die an Irrsinn grenzen "rubble". Und das bedeutet nun einmal Schutt. Es waren eben einige Hunderttausend Tonnen, es gab den Feuerball, jeder hat das gesehen. Und es gab x andere Sachen zu tun als unter den tausenden Tonnen angesengten Büropapiers nach Pässen ausgerechnet von Attentätern zu suchen. Aber ZUFÄLLIG fand man einen solchen.
[...]
Noch VOR dem Zusamensturz der Türme wurde der Pass gefunden! So schnell kann Täteridentifikation gehen!
[...]
- Spezifik: identify another hijacker as Satam Suqami
Wie man  anhand des zufälligen Fundes im Schutt jemanden als Hijacker identifizieren kann, und das angesichts der Mengen anderer Pässe und Gegenstände identifizierenden Inhalts, die er immerhin selbst aufführt, diese Frage stellt und beantwortet der Volksaufklärer nicht.

‘Volksaufklärer’ MOSAIK911 hat diese Frage beantwortet (siehe u.a. Nachtrag, 11.01.2009).
Mit dem Passfund wurde weder ein “Mörder identifiziert” noch der Hijackerstatus. Der Pass ist primär ein Indiz für die Anwesenheit seines Inhabers an Bord eines Flugzeuges. Ohne den Passfund ergibt sich dieses Wissen bereits aus der Passagierliste. Die Verdachtsmomente gegen Satam al Suquami ergaben sich aus anderen Informationsquellen und hätten auch ohne diesen Passfund Bestand gehabt - wie z.B. auch bei Mohammed Atta.
Im zitierten ABCNews-Artikel vom 12.09.2001 werden die umfangreichen Ermittlungsansätze beschrieben. Entsprechend wird in dem Artikel auch nicht behauptet, daß der Hijacker-Status anhand des Passes rekonstruiert wurde - auch wenn der ‘Medienanalyst’ die Zeilen anders verstehen will:
Sources identify Atta as one of the hijackers. [...] ABCNEWS sources identify another hijacker as Satan Suqami, a Saudi national on American Airlines Flight 11, whose passport was recovered in the rubble.

Die Identifizierung der Hijacker hat weder mit den Trümmern noch mit Ground Zero zu tun - die Identifizierung lief über den Abgleich von Daten und Dokumenten. Bereits innerhalb einer Stunde nach den Anschlägen konnten aufgrund konzentrierter und vernetzter Ermittlungen die tatverdächtigen Personen eingegrenzt und erste Zusammenhänge rekonstruiert werden:
On the morning of 9/11, through an evaluation of data -- by the way, this was the passing through manifest, which U.S. Customs was able to access from the airlines. I would say, within about an hour of 9/11 U.S. Customs Office of Intelligence had identified the 19 probable hijackers as well as the complete list of the passengers on the aircraft. (Quelle, Hervorhebung von mir)
Robert Bonner, the head of Customs and Border Protection, finally shot back at the panel with a startling boast. "We ran passenger manifests through the system used by Customs-two were hits on our watch list of August 2001," Mr. Bonner testified. "And by looking at the Arab names and their seat locations, ticket purchases and other passenger information, it didn't take a lot to do a rudimentary link analysis. Customs officers were able to ID 19 probable hijackers within 45 minutes." (Quelle, Hervorhebung von mir)

Natürlich handelt es sich um ein bedeutsames Beweisstück, wie auch der örtliche FBI-Direktor Barry Mawn bestätigte - es ist der Pass eines mutmaßlichen Täters. Der Pass diente jedoch primär als Indiz für die Anwesenheit an Bord - nicht für die Täterschaft. Letzteres wird jedoch von Hauß & Konsorten suggeriert - oben stehen die entsprechenden Zitate. Die Bedeutung des Passfundes wird systematisch aufgebauscht, um ihn zum Gegenstand von irreführenden Zweifeln zu machen.

Es ist an dieser Stelle völlig nebensächlich, ob man die ‘offizielle’ Darstellung  hierzu glauben will oder nicht - es geht im Zusammenhang mit dem Passfund ausschliesslich um die unbeirrbare Überzeugung eines ‘Medienanalysten’ und seiner ‘Zweifler’-Kollegen, ein zufällig gefundener Pass hätte mit der Identifizierung eines Hijackers zu tun oder Ermittlungsrichtungen bestimmt.
Aus dieser Überzeugung resultiert eine ebenso sinnlose wie unendliche Räuberpistole, die längst real-satirischen Beigeschmack entwickelt hat - wie so viele Sackgassen der ‘Truthseeker’.
Es handelt sich um ein weiteres simples Beispiel dafür, wie einfachste Sachverhalte systematisch ‘missverstanden’ und instrumentalisiert werden.

 

Im Schutt oder drumherum

Andreas Hauß demonstriert insbesondere bezüglich des Fundortes des Passes eine Methode, die zum Grundrepertoire vieler ‘Zweifler’ gehört: Die verhasste Mainstream-Journaille wird auf widersprüchliche Angaben gescannt. Ist eine der abweichenden Angabe nützlich, wird sie unabhängig vom Wahrheitsgehalt herausgegriffen und zu einem angeblichen Widerspruch zur ‘offiziellen’ Version umgedeutet.
So auch zum angeblichen Fundort des Passes. Die unmittelbare Berichterstattung enthält überwiegend folgende Angaben:
[...] a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby. (CNN, 16.09.2001)

[ ...] found a passport belonging to one of the hijackers three blocks from the demolished 110-story buildings, [...] (Washington Post, 17.09.2001, PDF-Kopie)

[...] a passport belonging to one of the hijackers was found in the vicinity of Vesey Street, near the World Trade Center. (CNN, 18.09.2001)

Der Pass soll also in einer gewissen Entfernung zum WTC-Gelände gefunden worden sein - demnach also nicht im Schuttberg des WTC.
Deshalb beruft sich der ‘Medienanalyst’ selektiv auf einen Halbsatz eines ABCNews-Artikels vom 12.09.2001:
[...] whose passport was recovered in the rubble.

Es gibt eine simple Erklärungsmöglichkeit für diese Meldung: Sie ist spektakulär klingend formuliert, aber falsch.
Anders formuliert: Eine nebensächliche Räuberpistole. Damit ist die ‘Medienanalyse’ eigentlich beendet - auch angesichts der widersprechenden Berichte der Folgetage. 
Andreas Hauß verdreht jedoch weitere Details - hier eine Verknüpfung des ABCNews-Nebensatzes mit einem angeblich offiziellen FBI-Statement:
Gleich am nächsten Tag präsentiert der FBI-Chef von New York einen Pass, den er im Schutt des WTC gefunden haben wollte. (Unter falscher Flagge, 7:15)

Der Fundort ist ein Produkt des ‘Medienanalysten’:
Barry Mawn, director of New York's FBI office:[...] Last week, a passport belonging to one of the hijackers was found in the vicinity of Vesey Street, near the World Trade Center. (CNN, 18.09.2001, Hervorhebung von mir)

New York Police Commissioner Bernard Kerik said Sunday a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby. (CNN, 16.09.2001, Hervorhebung von mir)

Informationen zurechtbasteln und Leser irreführen  - der ‘Medienanalyst’ kritisiert das gerne bei VT-Kollegen:  
Diese Desinformation dient der Meinungsmache. Zuerst steht die spinnerte These, dann werden Informationen darauf zugeschnitten.
Ich werfe Wisnewski also nicht FEHLER vor, nicht Ungenauigkeit oder Schlamperei. das kann jedem mal passieren. Sollte nicht, tut`s aber.
Es geht um bewußte Irreführung der Leser. Die Grundinformationen des Artikels stimmen nicht, und das liegt nicht an Schlamperei.
(Medienanalyse-international.de)

Wirft man dem ‘Medienanalysten’ ähnliches vor, stellt er sich dumm:
Und  er sagt auch nichts, was  an meiner Aussage nun eigentlich falsch  sei: "In dem Moment, in dem er in das WTC reingeflogen ist, muss dieser Pass durch den Feuerball hindurchgeflogen sein, sich noch eine Stunde in der Luft herumwirbelnd aufgehalten haben, bis das WTC zusammengefallen ist und dann auf den Schutt oben draufgefallen sein. (Unter falscher Flagge, 7:30)”

MOSAIK911 hat die entsprechenden Passagen des Zitates explizit markiert (siehe oben). Andreas Hauß wird sich im Zweifelsfall weiterhin auf einen Nebensatz vom 12.09.2001 berufen, um im Jahr 2009 eine Räuberpistole als ‘offizielle Version’ zu suggerieren. Zu diesem Zweck wird der angebliche Fundort ‘Schutthaufen’ u.a. dem FBI-Chef in den Mund legt.

Nicht ganz zufällig wirkt die Hauß’sche Räuberpistole wie ein geringfügig modifizierter Abklatsch der Meysan’schen Räuberpistole:
Denen, die daran zweifeln würden, liefert das FBI einen lächerlichen ‘Beweis’: Während die Maschinen gebrannt haben und die Twin Towers eingestürzt sind, habe Mohammed Attas Paß wie durch ein Wunder das Inferno überdauert und sei später in den brennenden Trümmern des WTC unversehrt gefunden worden. (Thierry Meyssan in Pentagate, S. 68; Rede vom April 2002)

Die Masche hat Erfolg, wie u.a. der Wiederkäuer-Blog Schall&Rauch demonstriert (siehe Nachtrag 07.09.2008).
Nur eine Fußnote ist die abweichende Darstellung desselben Blogs ein Jahr zuvor wert - nix Pass auf Schuttberg.
Der Pass von Satam Al Suqami wurde in einer Strasse nicht weit vom WTC gefunden.

Die austauschbare Beliebigkeit der Darstellungen demonstriert der ‘Medienanalyst’ wieder höchstselbst. Auszug aus dem Buch ‘Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11/9’ aus dem Jahr 2003 der Herren Bröckers/Hauß (S. 231/346, Hervorhebung von mir):
Weltweit geisterte zum Beispiel die Nachricht durch die Medien, der Pass von Satam al-Suqami, einem der vermeintlichen Terroristen aus der AA 11, sei einen Block vom WTC entfernt aufgefunden worden.

Hauß hat die doppelzüngige Masche längst auf den Punkt gebracht:
Diese Desinformation dient der Meinungsmache. (Medienanalyse-international.de)

Nicht mehr und nicht weniger.
 

Retourkutsche verlinkt

Der ABCNews-Artikels vom 12.09.2001 offenbart weitere Instrumentalisierungs-Versuche. Der ‘Medienanalyst’ scheitert bereits am Link selbst:
Was besagt EXAKT die Quelle, die unser Volksaufklärer höchstselbst anführt? (leider funktioniert sein Link zur Quelle nicht - aber was bei uns Skeptikern uns angelastet wird, die von uns wahrlich NICHT verschuldete  Quellenvernichtung, das wollen wir ihm ausnahmsweise nicht retourkutschend anlasten ...)

MOSAIK911 hilft dem überforderten ‘Medienanalysten’ auch im Kampf gegen die “Quellenvernichtung” weiter:
Archivversion der ursprünglichen Meldung: abcnews.go.com

Aktualisierte Verlinkungs-Adresse: abcnews.go.com

Wie im obigen Haupttext zu sehen, hat MOSAIK911 versehentlich nur die ABCNews-Website mit Datumsangabe verlinkt - und nicht die spezielle Artikel-Seite.
Ein polemikstrotzender ‘Skeptiker’ bastelt daraus ‘Quellenvernichtung’, die “ausnahmsweise nicht retourkutschend angelastet wird.” 

Besten Dank, Herr ‘Medienanalyst’.
 

Widersprüche basteln - Folge 0815

Der ‘Medienanalyst’ verdreht einen weiteren Sachverhalt, um Widersprüche zu suggerieren:
Und noch zwei Aspekte obendrein:
unerheblich ist übrigens auch, dass und ob dieser Pass einige Tage später dann angeblich in der Vesey street gefunden wurde. Wir kennen die Vorgehensweise aus unzähligen anderen Zusammenhängen, dass stories "korrigiert" wurden, um sie ein wenig gefälliger zu machen.

Es wurde kein Pass “einige Tage später in der Vesey Street” gefunden.
Am 18.09.2001 enthielt ein CNN-Bericht folgende Bemerkung (Hervorhebungen von mir):
Last week, a passport belonging to one of the hijackers was found in the vicinity of Vesey Street, [...]

Das ist kein Widerspruch zur Meldung vom 16.09.2001:
[...] a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby.

Es ist auch kein Widerspruch zur Meldung vom 12.09.2001 - den Zeitpunkt des Fundes betreffend. Es bleibt lediglich der angebliche Fundort, den ‘Medienanalysten’ und Konsorten bis heute gezielt kultivieren:
[...] whose passport was recovered in the rubble.

MOSAIK911 übersetzt das paranoid-wirkende Getue um angebliche Verschwörer-Korrekturen:
Irgendein ‘Verschwörer’ hat der Presse am 11. September 2001 wahrheitswidrig erzählt, man hätte einen Hijacker-Pass im Schutthaufen gefunden. Drei Tage später bemerkten die planlosen ‘Verschwörer’, wie unglaubwürdig dieses Story wäre und korrigierten den angeblichen Fundort.

Das ist die unausgesprochene Alternative sogenannter ‘Skeptiker’ - in irreführende Zweifelei verpackt. 
 

Das Pseudo-Bekenntnis - nichts begriffen

Der ‘Medienanalyst’ gefällt sich in der Rolle des ironisierenden Dialektikers. Entsprechend wirkt auch die zusammenfassende Bankrott-Erklärung wie aus dem rhetorischen Lehrbuch gegriffen:
Kunstgriff 31: Sich mit feiner Ironie für inkompetent erklären (Wikipedia)

Der Hauß’sche Kunstgriff:
Ich konstatiere also, angeregt durch unseren Volksaufklärer, dass
- der Pass entgegen dem Guardian nicht der des Atta war
- entgegen den ersten Meldungen nicht im Schutt gefunden wurde
- entgegen den ersten Meldungen Vor dem Zusammenfall gefunden wurde
- nicht investigtors hatten ihn gefunden
- nicht FBI, nicht NYPD, sondern ein passerby fand ihn
- aber zwei Blocks entfernt (dann wäre jedoch auch unklar gewesen, wieso er AUS dem WTC und nicht z.B. von einem Flüchtenden entfallen sein konnte)
- dennoch: am 12. wurde der Pass schon einem Hijacker zugeordnet und keinem Flüchtenden, nicht irgendwelchen Büropapieren mehr oder weniger wichtigen Inhalts ...
- feuerresistent war er jedenfalls und wohl auch nicht am besitzer steckend. Von einer Durchsuchung des jackets einer Attentäterleiche wurde uns nämlich nichts gemeldet. Kommt vielleicht noch in der version 22b der offiziellen Version.
Wie konnten sich die Zeitungen und Medien der ersten Jahre nur so irren! Wie hatten wir nur darauf vertrauen können!

Die einzelnen Aspekte sind oben detailliert besprochen (z.B. wurde bereits am 16.09.2001 gemeldet, daß ein Passant den Pass gefunden hatte). Deshalb bleibt dem ‘Medienanalysten’ nur noch dieser dialektische Kunstgriff - und selbst der wird mit einer kaum zu überbietenden Zweifel-Peinlichkeit garniert. Hauß schreibt:
- aber zwei Blocks entfernt (dann wäre jedoch auch unklar gewesen, wieso er AUS dem WTC und nicht z.B. von einem Flüchtenden entfallen sein konnte)
- dennoch: am 12. wurde der Pass schon einem Hijacker zugeordnet und keinem Flüchtenden, nicht irgendwelchen Büropapieren mehr oder weniger wichtigen Inhalts ...

Da der ‘Medienanalyst’ mit einfachsten Sachverhalten überfordert ist (bzw. so tut als ob), hilft ‘Volksaufklärer’ MOSAIK911 erneut weiter - extra kurzgefasst und in der korrekten chronologischen Reifenfolge:

Schritt 1: Passagierlisten durchchecken - Satam al Suqami steht auf der von American Airlines 11 drauf.

Schritt 2: Einwanderungsbehörden, Watch-Listen, CIA-Kenntnisse abgleichen usw. - Verbindungen und Hintergründe diverser Passagieren der vier Boeings werden deutlich.

Schritt 3: Ein Pass mit dem Namen Satam al Suqami wird gefunden. Zuordnung des Passes zu einem Passagier von AA 11 aufgrund der bereits vorliegenden Informationen sonnenklar.

Jetzt folgt der Nebelwerfer-Zweifel-Einsatz - bitte festhalten:

Schritt 4: Ein ‘Medienanalyst’ fragt im Jahr 2009, wieso der Pass nicht auch einem Flüchtenden gehören könne.

Besten Dank für die Fragen, Herr ‘Medienanalyst’.
 

Hollywood lässt grüßen

Ein wirrer Einwand bildet den Abschluß einer wirren Replik:
Offiziell ist die Aktivität von NYPD-Leuten VOR dem Zusammensturz der Gebäude. Und die von FBI-Leuten sofort danach. Und dass die irgendwie erkennbar gewesen sein müssen. Da haben wir zuviel Hollywoodstreifen gesehen, wo diese FBI-Leute keine Uniform trugen. Denkbar wäre natürlich auch, dass während die gebäude brannten, sich die Passerbys in ihren Anzügen, Polizisten und FBIler gegenseitig Beweismaterial zusteckten: "Hier haste was!"

Bereits am 16.09.2001 wurde gemeldet, daß ein Passant den Pass gefunden hatte:
[...] a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby.
(CNN, 16.09.2001)

Passanten waren zu Hunderten im betroffenen Gebiet unterwegs:
 

1459719.AlbanySeatCushion8X12

Quelle, 8:52 a.m.

1459828.GreenwichLiberty

Quelle, 8:54 a.m.

1459721.WomanCrossingGreenwich

Quelle, 8:53 a.m.

1472574.LibertyStreet

Quelle

Was macht ein normaler Mensch mit einem umherliegenden Pass, der mit einem Massenmord in Verbindung steht - unabhängig von seiner speziellen Bedeutung?
Richtig, er übergibt ihn an den nächstbesten Polizeibeamten.
The passport was recovered by NYPD Detective Yuk H. Chin from a male passerby in a business suit, about 30 years old. The passerby left before being identified, while debris was falling from WTC 2. The tower collapsed shortly thereafter. The detective then gave the passport to the FBI on 9/11. See FBI report, interview of Detective Chin, Sept. 12, 2001. (9-11 Commission Staff Statements)

Die Weitergabe an einen FBI-Beamten vor Ort gestaltete sich ebenfalls problemlos, denn FBI-Beamte sind an Tatorten bewusst erkennbar gekleidet:
  

fbi-agent - HBO1

Screenshot aus HBO Doku ‘In Memoriam - New York City 9/11/01

fbi-agent-naudet1

Screenshot aus Naudet Doku ‘11.September - Die letzten Stunden im World Trade Center

Der ‘Medienanalyst’ begründet seine gespielte Ahnungslosigkeit mit Hollywood-Filmen, aber selbst dort findet man FBI-Anzugträger am Tatort deutlich erkennbar wieder:
 

fbi-mulder-0466_2_lg

Fox Mulder, Screenshot aus ‘Akte X - Der Film’

Vielleicht soll die Hauss’schen Lustig-Lustig-Tour aber auch nur irgendwie andeuten, daß der mysteriöse Passant eigentlich ein Anzugträger vom FBI war.

Kurzgefasst: Der ‘Medienanalyst’ konstruiert Zweifel, die lustig-lustig präsentiert werden - aber nur lächerlich begründet sind.
 

Fazit

MOSAIK911 hat sich anhand eines konkreten, überschaubaren Sachverhaltes detailliert den Argumentations-Mustern des ‘Medienanalysten’ gewidmet. Vor diesem Hintergrund sollte die replik-einleitende Bemerkung des Herrn Hauß erwähnt sein:
Es geht dem Herrn Sperling um "die Glaubwürdigkeit" seiner Angegriffenen. Nicht so sehr um die Fakten.

Der suggerierte Gegensatz demonstriert erneut den systematischen Zwang zum Verdrehen.
Glaubwürdigkeit und Faktentreue sind eng miteinander verknüpft - MOSAIK911 interessiert sich primär für die verfügbaren Fakten und den Umgang damit. Daran orientiert MOSAIK911 die Bewertung der Glaubwürdigkeit der jeweiligen Protagonisten - das lässt sich anhand jedes einzelnen Sachverhaltes überprüfen.

Andreas Hauß hat mit dieser überflüssigen Replik seinen Umgang mit Fakten nochmals in konzentrierter Form deutlich demonstriert. (ergänzend ein kleiner Querverweis zur Hauß’schen OBL-Fälschungs-Blamage, die wieder auf die Bushisten projeziert wird oder die fantasierte Rumsfeld-Kurve).
Wenn der ‘Medienanalyst’ sich selbst Glaubwürdigkeit in Gänsefüßchen attestiert ([...] und MAI bleibt weiter "glaubwürdig"), hat dies einen realsatirischen Beigeschmack, bleibt aber auch nebensächlich - über Glaubwürdigkeit entscheiden immer andere.
An dieser Stelle werden auch nicht die globalen Inhalte von MAI thematisiert oder bewertet. MOSAIK911 widmet sich primär konkreten Aspekten und der Methodik hinter der 9/11-Zweifelei. 

Anhand dieser unendlichen Räuberpistole lässt sich nochmals festhalten: Die vielfältige Medien-Berichterstattung bietet fast immer Angriffspunkte, um Zweifel zu kultivieren. Entweder werden verkürzte Darstellungen ‘interpretiert’ oder abweichende Falschdarstellungen selektiv herausgegriffen. Daraus werden oftmals Widersprüche zur offiziellen Version konstruiert.

Der Journalist Albrecht Kolthoff beschreibt diese Masche mit Blick auf den Hauß-Kompagnon Bröckers:
Die Konspirologen gehen jedoch einen anderen Weg: sie greifen die vorhandene Berichterstattung auf und verwerfen gleichzeitig deren Gesamtbild als Irreführung und Täuschung. Am deutlichsten hat Mathias Bröckers sein Selbstverständnis als "Dokumentarist der gesicherten Ungereimtheiten" beschrieben, der "nicht die Wahrheit über den 11. September" enthüllen will, sondern das vorherrschende Gesamtbild als "Konstrukt zu Propagandazwecken" entlarven will. So kommt es auch nur begrenzt zum Versuch, ein faktenbasiertes Gesamtbild zu schaffen, es bleibt bei Konjunktiven, Szenarien, Andeutungen. Damit immunisieren sich Konspirologen gegen Qualitätsansprüche, denn "sie stellen ja nur Fragen" bzw. "stellen die offizielle Version in Frage".

Die Namen Bröckers, Hauß, Wisnewski, von Bülow sind hierbei weitgehend austauschbar. Wer die Methodik dieser Herren überprüfbar dokumentiert, wird kurzerhand als “minderbemittelter Anpinkler” (Zitat Andreas Hauß) beschimpft.

Konkreter formuliert: Hauß kultiviert eine nebensächliche Räuberpistole vom 12.09.2001 und macht damit Stimmung gegen die ‘offizielle Version’, die mit der Räuberpistole nur am Rande zu tun hat. Die ‘kritischen’ Wiederkäuer benutzen die “ironisierende” Vorlage wie beabsichtigt (siehe S&R-Blog) und produzieren weitere ‘kritische Zweifler’.

Der ‘Medienanalyst’ hat die Methode selbst beschrieben (lediglich der Name ‘Wisnewski’ wurde von MOSAIK911 im Zitat gegen ‘Hauß’ ausgetauscht):
Diese Desinformation dient der Meinungsmache. Zuerst steht die spinnerte These, dann werden Informationen darauf zugeschnitten. Ich werfe Hauß also nicht FEHLER vor, nicht Ungenauigkeit oder Schlamperei. das kann jedem mal passieren. Sollte nicht, tut`s aber.
Es geht um bewußte Irreführung der Leser. Die Grundinformationen des Artikels stimmen nicht, und das liegt nicht an Schlamperei.
(Medienanalyse-international.de)

Apropros Hauß & Wisnewski, Meinungsmache & Glaubwürdigkeit:
Zwei echte ‘Nicht-Verschwörungstheoretiker’ im Streitgespräch - geprägt von gegenseitigen Vorwürfen der Inkompetenz und Inkonsistenz.

Die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera, der man sich nur durch kritische Distanz entziehen kann. 
 

Kleiner Exkurs vom MAI-Pass zum MAI-Auto

Ein kleiner ‘Medienanalyse’-Nachschlag führt thematisch vom Flatterpass weg, verdeutlicht jedoch den Kern der MOSAIK911-Kritik und die vergleichbaren Methoden des Zweifelmacherei anhand eines weiteren banalen Beispieles.
Das Medienanalyse-Archiv ab 2009 enthält nicht nur die ‘Flatterpass-Replik’, sondern u.a. auch eine ‘Analyse’ eines SPIEGEL-Artikels über Jarrahs Familie. Eine Passage der ‘Analyse’ konstruiert einen Widerspruch, der fast schon Bülowsche Qualität hat: 

Jarrah liebte nicht nur Aysel - sondern auch rote Mitsubishis
Die St. Petersburg Times berichtete, Jarrah sei am 9. September in Maryland von der Polizei gestoppt worden. Er war zu fix, 90 Meilen in einer 65-Meilen-Zone. Kurz nach Mitternacht, junge Leute, man kennt das ja. Wesentlich ist der Hinweis auf den roten Mitsubishi, den er im Jahre 2000 in Florida gekauft hatte. 

Der Link zum St. Petersburg Times-Artikel enthält nichts über Jarrah oder einen roten Mitsubishi - stattdessen ist von einem roten Pontiac des Mohammed Atta die Rede.
Der ‘Medienanalyst’ hat offensichtlich aus der Thompson-Timeline abgeschrieben. Dort wird ebenfalls dieser Artikel-Link gesetzt auf den Artikel vom 13.09.2001, deklariert als Artikel vom 27.09.2001.

An dieser Stelle lässt sich noch ein entschuldigend Zitat des ‘Medienanalysten’ anführen:
[...] es mag evtl. schlicht eine lässliche Schlamperei bei Thompson / Hauß [Anm.: ursprünglicher Name ersetzt], die passieren kann, aber nicht passieren sollte.

Interessanter wird die nachfolgenden Passage, die das Verwirrspiel perfekt konzentriert - es werden irreführende Fragen und Prämissen konstruiert, das einem schwindelig werden könnte:
Die Registrierung (Nummernschild) weist aus, dass der rote Mitsubishi Gallant Baujahr 2001, den Jarrah in dieser Nacht fuhr, Eigentum von Garden State Car Rental in Newark, New Jersey, International Airport, war. Der Wagen wurde am Flughafen nach den Entführungen des 11. September gefunden, und der Strafzettel von Catalano lag noch immer im Handschuhfach. (verlinkt wird CNN)

Da ist das Ticket des Polizisten Catalano also aus einem gekauften in einen geliehenen Wagen gewandert. Jarrah hatte Mitsubishis so sehr geliebt, dass er sie überall hatte, mal gekauft, mal geliehen, und die Zettel nahm er von Wagen zu Wagen mit.
Oder war sein Double zwar in der Lage, irgendwie an den Strafbefehl zu kommen, jedoch schaffte er es nicht, den Fakt ganz zu verdecken, dass das Auto ein Leihwagen war, weil er an den gekauften Mitsubishi nicht so schnell rankam? Oder war schon das Mitternachtsticket bewusst vom Double herbeigeführt, und die St-Petersburg Times berichtete fälschlich (weil es sich ja logisch anbot), dass der gestoppte rote Mitsubishi identisch mit dem gekauften war, von dem die St.Petersburg-Times aus anderer Quelle wusste? Jarrahs Doppelgänger hätte so mit dem Namen Jarrah, einem roten Mitsubishi, einem Ticket am 9. September und das alles in der Nähe Washingtons ein schönes Indiz dafür gelegt, dass Jarrah kurz vor dem 11.9. an Ort und Stelle war.
Lag zu dem Zeitpunkt der echte Jarrah schon tot in seinem gekauften Wagen auf dem Grund eines Sees? Wir wissen es nicht. Wir wissen aber, dass der Kauf und das Leasing von roten Mitsubishis auf den Namen Jarrah verifizierbar ist und dass daraus ein handfester Widerspruch entsteht.

“Ein handfester Widerspruch” - Marke ‘Medienanalyse’.

Andreas Hauß ignoriert den Folgesatz der Thompson-Timeline, um die ‘handesten Widersprüche’ nicht zu gefährden:
However, that was a 1991 Eclipse, and this Mitsubishi was a 2001 Galant.

Zwei Autos - kein Widerspruch.

03.11.2000: Vehicle title for a 1990 Mitsubishi Eclipse, FL T92QBT (siehe Hijackers True Name Usage, Moussaoui-Prozess)

06.09.2001 Jarrah sold his 1990 Mitsubishi Eclipse to Smartway Auto Sales for cash 700 Dollar (siehe Chronolgy of Events for Hijackers, Moussaoui Prozess)

07.09.2001: Budget Newark Intl. Airport rental agreement for a Mitsubishi Galant, NJ LJE87L (siehe Hijackers True Name Usage, Moussaoui-Prozess)

Für den angeblich “handfesten Widerspruch” wird ignoriert, daß Jarrah zwischendurch auch andere Automarken mietete (siehe 02.06-07.06. Chevrolet Cavalier, sowie 07.06-10.06.2001 Daewoo Nubira, Hijackers True Name Usage, Moussaoui-Prozess).

Für den angeblich “handfesten Widerspruch” wird auch ignoriert, daß die USA ein ziemlich großes Land sind - wer von Florida aus in diverse Landesteile fliegt, steigt zwangsläufig auf Mietwagen um.

Der zusätzliche Besitz eines typ-ähnlichen Autos im fernen Florida (der in diesem Fall nicht mal mehr zutraf), mutiert bezeichnenderweise nur bei weltfremden Theoretikern zu einem “handfesten Widerspruch” und vielen irreführenden Fragen.
Andreas Hauß ist selbstverständlich kein ‘Verschwörungstheoretiker’ - er “ironisiert” nur fleissig und macht sich über andere lustig. 

Da spielt es fast schon keine Rolle mehr, daß der Polizist Catalano nichts von einem fantasierten ‘Doppelgänger’ erzählt - hatte er doch zwei Tage vor dem Anschlag den Führerschein und Fahrer des Mitsubishi zu Gesicht bekommen.

Da spielt es fast schon keine Rolle mehr, daß sich ein Mathelehrer aus England, der mit Jarrah mehrere Wochen beim Flugunterricht in Florida verbrachte, aufgrund des Namens und Fotos beim FBI meldete und dann auch noch die Jarrah-Stimme auf dem Voicerekorder wiedererkannt haben will. (Quelle)

Da spielt es fast schon keine Rolle mehr, daß ausgerechnet DNA-Proben des “echten Jarrah” am Tatort Shanksville anhand von Vergleichsproben als ‘positiv identifiziert’ gelten können:  
The Bundeskriminalamt (BKA - German Federal Police) provided DNA profiles obtained from search warrants conducted on Ziad Jarrah's girlfriend (Aysel Sengun) residence. The FBI Laboratory compared the DNA profiles provided by the BKA, with DNA profiles from the four sets of unknown human remains recovered at the crash site of UAL Flight 93.
The DNA profiles provided by the BKA matched the sample of one of the sets of unknown human remains. (ACS 315N-NY-280350-OUT, Serial 4417.) (Quelle)

Na und, dann war der “echte” Ziad Jarrah eben doch an Bord von United Airlines 93 und zwar im Auftrag des MOSSAD, wie ein Brüderpaar, mit dem er irgendwie verwandt sein soll. Mit weitverzweigten Araberfamilien ist das eben so - kennst du einen Bin Laden, kennst du alle (siehe u.a. Bin Laden Familie ausgeflogen).

Und wer bereits aus einem roten Mitsubishi einen ‘handfesten Widerspruch’ basteln kann, der wird immer Widersprüche oder ‘Merkwürdigkeiten’ basteln - auch nach der nächsten Untersuchungskommission .... oder der übernächsten.

 

Nachtrag, 26.07.2009:

Zwischenzeitlich werden fortlaufend interne Dokumente publiziert. Eines davon aus dem forensischen Labor des Department of Justice vom 01. November 2001. Es befasst sich mit der Authentizität des Passes und enthält u.a. folgende Passagen (Hervorhebungen von MOSAIK911):
The passport was recovered by a police officer from beneath the World Trade Center before the tower collapsed [...]
This passport was recovered 09/11/2001 in the vicinity of the World Trade Centers by NYPD Detective [geschwärzt], shield # [geschwärzt], Tax #[geschwärzt] of the 7th precinct Squad. [.....] a male white approximatley 30 years of age, 6’2’’ dressed in business attire place the aforementioned passport in his hand, explaining he had found it. In the chaos, the man left before being identified. Shortly afteward, tower 2 calapsed [sic] [...].

Das Dokument beschreibt also nochmals die Umstände des Fundes. Ob der Pass ‘platziert’ wurde, bleibt hiervon zunächst unberührt.

Wenn ein selbsternannter ‘Medienanalyst’ abweichende und teils widersprechende Medienberichte aus der angeblich gleichgeschalteten Systempresse instrumentalisiert, um Zweifel an der offiziellen Version zu konstruieren, in irrwitziger Form zu verzerren und noch irrwitziger zu verteidigen, handelt es sich um klassische ‘Truthseeker’-Methodik.
 

Apropros ‘Meyssan und seine Idioten’ (Zitat Hauß)
Ein französischer Komiker versucht sich am klassischen Merkwürdigkeiten-Repertoire, zu dem u.a. die Meyssansche Lochologen-Story und die Legende der 85 verschwundenen Videoaufnahmen gehört:

Promoted wird der Herr Komiker natürlich von .... Thierry Meyssan und seinem Voltairenet.

Auch zu diesem Abschnitt lässt sich der ‘Medienanalyst’ zitieren:
Und nicht JEDE Behauptung von US-Behörden ist erlogen. Es kam jetzt wie es kommen mußte: die Herren des Verfahrens, der Bilder, der Zeit bequemten sich, zu dem IHNEN passenden Zeitpunkt Bildbeweise aus dem Pentagon vorzustellen. [...]
Die US-Behörden führen die Spinner und Spekulierer in der 9/11-Skeptiker Bewegung dann vor, wenn es ihnen in den Kram paßt.
(Zitat Andreas Hauß)

“Spinner und Spekulierer”?

MOSAIK911 dürfte mit dem Hinweis daß die “Spinner und Spekulierer” (Zitat Andreas Hauß) im Umgang mit Fakten generell Probleme aufzeigen, schlagartig wieder als “minderbemittelter Anpinkler” (Zitat Andreas Hauß) gelten - ganz zufällig hat der Komiker nämlich auch eine ebenso vertraute wie irrwitzige Pass-Verballhornung im Programm:

Und die Verballhornungen verteidigt der ‘Komiker’ aus dem Breisgau mit irrwitzigen Methoden, um “glaubwürdig” zu bleiben (Anmerkung: die Gänsefüsschen stammen vom ‘Medienanalysten’ höchstselbst).

Nochmals sei hierzu der ‘Medienanalyst’ zitiert, incl. einem weiteren dokumentierten Beispiel, wie der Passfund bearbeitet, präsentiert und bewertet wird:
Normal ist [...] daß Pässe bei Explosionen und stundenlangem Feuer von 1500 Grad verbrennen (und nicht wie der Paß eines angeblichen Hijackers im Schutt aufgefunden werden können)
[...]
Die Verschwörungstheoretiker haben einen an der Waffel.
Es gilt, das deutlich herauszustellen.
(Medienanalyse-international.de)

Selbstverständlich meint der ‘Medienanalyst’ damit die ‘echten’ Verschwörungstheoretiker, also diejenigen die verdrehen, manipulieren und spekulieren. Herr Hauß hingegen betreibt nur ‘Medienanalyse’ - siehe oben.

 

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