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Nachtrag, 06.06.2009
Die beiden letzten Nachträge führten zu einer Reaktion von Andreas Hauß. Anders formuliert: MOSAIK911 wurde ‘medienanalysiert’. Die Qualität der Replik bestätigt zahlreiche Kritikpunkte von MOSAIK911 und sollte als Ganzes gelesen werden: Flatterpässe und Bushismus. Während Mainstreammedien polemischen Attacken von Protagonisten wie Andreas Hauß selten thematisieren, greift MOSAIK911 diese Vorlage dankend auf. In konzentrierter Form bietet sie weiteres Anschauungsmaterial für die Methoden dieser Herrschaften - incl. dem Umgang mit Kritik. MOSAIK911 konzentriert die Ausführungen auf einige zentrale Aspekte der Hauß’schen-‘Analyse’.
Die Idioten-Connection
Der ‘Medienanalyst’ fand in der Vergangenheit klare Worte für ‘Lochologen’, die den Boeing-Einschlag im Pentagon u.a. mit eigenwilligen Bilder-Interpretationen wegzweifeln - ebenso fand er klare Worte für die selbsternannten ‘Sprengexperten’, die eine konfuse ‘Wünsch Dir was’-Sprengung des WTC propagieren.
Meyssan und seine Idioten. (Medienanalyse-international.de)
Erschreckend in diesem Zusammenhang ist die Granatendummheit und Ignoranz der Verschwörungstheoretiker in mehrfacher Hinsicht [...] (Medienanalyse-international.de)
sollen die Leser doch die Quellen für die absurden Phantasien von "kontrollierten Sprengungen " kennenlernen (Medienanalyse-international.de)
Der Sprengungsmist mit der dahinterstehenden Frage: wer wann wo wie hätte da Sprengstoff reinbringen können - lustiges Rätselraten - lenkt von der Frage der BEWEISBAREN Fakten ab. Die Spekulation nützt den bushisten. (Medienanalyse-international.de)
Angesichts der andauernden Bemühungen der Journaille, uns den Meyssan-Unsinn und Antisemitismus anzuhängen, halte ich jetzt eine nochmalige Distanzierung von ihm und den "Sprengexperten des WTC" für geboten. (Medienanalyse-international.de)
Das Dilemma des ‘Medienanalysten’: Auch Andreas von Bülow gehört zu den ‘granatendummen Idioten und absurden Phantasten’ (O-Ton Hauß): 1. AvB benutzt im Buch ‘Die CIA und der 11. September’ kapitelweise das gängige ‘Idioten’-Repertoire, um den Boeingeinschlag wegzuzweifeln. 2. AvB bietet als Alternativerklärung explizit die Meyssan-Missile an (S. 197f) 3. AvB beklagt sogar ein angebliches Vertriebsverbot für Meyssans Machwerk in den USA (S. 200). 4. AvB benutzt kapitelweise die gängigen Indizien, um die “absurden Phantasien von kontrollierten Sprengungen” (O-Ton Hauß) zu propagieren. 5. AvB beruft sich mehrmals explizit auf die 9/11-Vorlagen der Holocaust-’Truthseeker’ Eric Hufschmid und Christopher Bollyn (siehe auch hier) 6. AvB lenkt den Fokus auf den israelischen MOSSAD - u.a. unter dem Schlagwort ‘Vorahnungen’ mit einer eigenwilligen Variante der ältesten antisemitischen Legende. 7. AvB käut unkritisch Hoaxes wieder, quält seine Leser mit 15-Seiten Opfernamen auf der Suche nach den Tätern und scheitert auch an weiteren simpelsten Sachverhalten.
Der ‘Medienanalyst’ Hauß hat in der Vergangenheit den VT-Kollegen Wisnewski anhand eines einzelnen Beispieles der Leserverarschung und bewusster Irreführung der Leser bezichtigt. Das Buch des Andreas von Bülow enthält weitgehend dasselbe VT-Repertoire und dieselben irreführenden Methoden (siehe z.B. Opferlisten-Mißbrauch oder Romero-Diskreditierung, oder Pseudofehlbesetzungen) - in diesem Fall solidarisiert sich der ‘Medienanalyst’ Hauß jedoch mit einem von ‘Meyssans Idioten’ (O-Ton Hauß) gegen einen “minderbemittelten Anpinkler” (Zitat Hauß) und verbiegt sich mit einem bemerkenswerten Rechtfertigungsversuch:
[...] es mag evtl. schlicht eine lässliche Schlamperei bei von Bülow, die passieren kann, aber nicht passieren sollte.
[ ...] ein nebensächlicher potentieller Sachfehler Bülows,
Von Bülow hat nichts anderes als evtl. eine falsche Namensnennung "verbrochen". Alles. Mehr ist nicht, mehr gibt es nicht zu kritteln.
Ein ‘Medienanalyst’ beim Manipulieren und/oder Dilettieren, denn: MOSAIK911 hat explit und unübersehbar kritisiert, daß AvB für seine Behauptung eine Quelle vom 25.09.2001 anführt, die den Atta-Pass eben nicht erwähnt. AvB kultiviert mit der Null-Recherche einen weiteren Hoax. Mit ‘Namensverwechslung’ hat das überhaupt nichts zu tun. Der Sachverhalt auf den Punkt gebracht: Der Buchautor AvB propagiert den Atta-Passfund und behauptet gleichzeitig, die Ermittlungsrichtung wäre dadurch vorgegeben gewesen. ‘Belegt’ wird die Behauptung mit einem expliziten Hinweis auf diesen Artikel, der nichts über einen Passfund enthält. Das kann man wiederum nur wissen, wenn man sich die Mühe der Quellenprüfung macht. Wer aus strategischen Gründen hier keine ‘Leserverarschung’ erkennen darf und stattdessen “evtl. eine falsche Namensnennung” herbeifaselt, demonstriert ein weiteres Mal die Unredlichkeit bzw. Unfähigkeit sogenannter ‘Skeptiker’.
Es wird aber noch peinlicher für den ‘Medienanalysten’. Mit Bezug auf diesen Guardian-Artikel vom 19. März 2002 demonstriert Hauß ein weiteres Mal, wie Sachverhalte beliebig verdreht werden: Und von Bülow wird zerknirscht zugeben, dass seine Lektüre des Guardian ein schwerer Fehler war.
AvB hat den Sekundär-Artikel aus dem Jahr 2002 in seinem Buch mit keiner Silbe erwähnt. AvB beruft sich ausschliesslich auf einen FOXNews-Artikel vom 25.09.2001, der nichts von dem enthält, was AvB dem Leser verkauft hat.
Es folgt der vorläufige Höhepunkt der Verdreh-Methodik: Huch. Da wird wohl der Guardian im März 2002 aus dem dummen Buch des von Bülow aus dem Jahre 2003 abgeschrieben haben. Oder so.
Der Guardian-Artikel erschien am 19. März 2002. Ganz zufällig erschien genau eine Woche zuvor das umstrittene Buch des Thierry Meyssan: Monday, March 11, 2002: launching of book The Big Lie. (Quelle)
Ganz zufällig war es der Multi-Hoaxer Meyssan, der den Atta-Pass-Fund quellenlos in die Welt gesetzt hat: Das FBI will den unversehrten Paß von Mohammed Atta in den rauchenden Trümmern des World Trade Center entdeckt haben. Das ist ein wahres Wunder; (Der inszenierte Terrorismus, September 2002, S. 59; deutsche Übersetzung von ‘The Big Lie’, März 2002; französisches Original, S. 30)
Huch. Da wird wohl der Guardian im März 2002 aus dem dummen Buch des Meyssan abgeschrieben haben. Oder so. Der ‘Medienanalyst’ ist mit der naheliegenden Erklärung aus Prinzip überfordert und verdreht stattdessen auch diesen Sachverhalt - obwohl ‘Volksaufklärer’ MOSAIK911 sämtliche Puzzleteile bereits überprüfbar präsentiert hat. Das “dumme Buch” des Herrn von Bülow resultiert u.a. aus Meyssan-Vorlagen.
Huch - wie urteilte der ‘Medienanalyst’ noch vor einiger Zeit?
Meyssan und seine Idioten. (Medienanalyse-international.de)
Anders formuliert: Die ‘Idioten-Connection’ in voller Aktion.
Es bleibt nur eine Frage: Warum blamiert sich Hauß derart sinnlos und attestiert einem Muster-Protagonisten des Lochologen-Repertoires, der Sprengphantastereien und antisemitisch-gefärbter Vorlagengeber: Das Renommée eines von Bülow leidet darunter nicht [...]
Das eigenwillige Theater lässt sich zweifach erklären.
1. Andreas von Bülow wird neben dem ‘Medienanalysten’ im Video Unter falscher Flagge als ‘seriöser Skeptiker’ präsentiert - also muss er irgendwie seriös sein.
2. Niemand lässt sich beim Pfuschen oder Manipulieren gerne auf die Finger schauen - das gilt natürlich auch für ‘Medienanalysten’ mit virtuellem Ein-Mann-Institut oder Ex-Bundesminister. Die Reaktionen fallen deshalb fast immer gleich aus - entweder wird mit irreführenden Verdrehungen gekontert (wie oben dokumentiert) und/oder es wird empört auf die höhere Mission ausgewichen (wie nachfolgende dokumentiert): Unser Ziel ist es, die Absurdität und die Lügen rund um 9/11 herauszuarbeiten als beleg dafür, dass und wie die Legende von den islamistischen Entführern in die Welt gesetzt wurde und gepflegt, poliert und teils bei Bedarf auch repariert wird. Dieser debunker-Quark minderbemittelter Anpinkler, die die Eierschalen noch hinter den Ohren haben, hält uns davon natürlich nicht ab. Das Renommée eines von Bülow leidet darunter nicht, und MAI bleibt weiter "glaubwürdig". Wobei wir hier bekanntlich Wert auf Quellen legen, und eben NICHT auf Glauben.
Der Investigativ-Journalist Hans Leyendecker hat die stereotype Reaktion treffend beschrieben: Es bringt aber nichts, nachzuweisen, dass Paranoiker die Unwahrheit verbreiten. Sie erklären gewöhnlich, dass es auf diesen und jenen Punkt gar nicht ankomme. Auf die große Linie komme es an, und die löst sich dann in viele kleine Striche auf. Wer mit diesen Amokläufern um die Wette rennt, muss wegen Seitenstechens leider aufgeben.
Oder wegen dichten Nebels, den diese Herrschaften systematisch produzieren. Andreas Hauß bietet weiteres Anschauungsmaterial:
Die eingebildete Beweiskraft
Nach dem ‘Namensverwechsel’-Debakel demonstriert Hauß auch inhaltlich systematische Ignoranz: Nicht der Name im Pass ist wichtig, sondern DASS ein Pass eines angeblichen Entführers im WTC-Schutt gefunden wurde, also Ort, Zeit, Bedingungen des Fundes im Verhältnis zu der Aussagekraft des Fundes: Islamisten waren es! [...] Fakt ist und bleibt, dass STUNDEN nach 9/11 schon Hijacker "identifiziert" wurden. Unter Umständen, die an Irrsinn grenzen "rubble". Und das bedeutet nun einmal Schutt. Es waren eben einige Hunderttausend Tonnen, es gab den Feuerball, jeder hat das gesehen. Und es gab x andere Sachen zu tun als unter den tausenden Tonnen angesengten Büropapiers nach Pässen ausgerechnet von Attentätern zu suchen. Aber ZUFÄLLIG fand man einen solchen. [...] Noch VOR dem Zusamensturz der Türme wurde der Pass gefunden! So schnell kann Täteridentifikation gehen! [...] - Spezifik: identify another hijacker as Satam Suqami Wie man anhand des zufälligen Fundes im Schutt jemanden als Hijacker identifizieren kann, und das angesichts der Mengen anderer Pässe und Gegenstände identifizierenden Inhalts, die er immerhin selbst aufführt, diese Frage stellt und beantwortet der Volksaufklärer nicht.
‘Volksaufklärer’ MOSAIK911 hat diese Frage beantwortet (siehe u.a. Nachtrag, 11.01.2009). Mit dem Passfund wurde weder ein “Mörder identifiziert” noch der Hijackerstatus. Der Pass ist primär ein Indiz für die Anwesenheit seines Inhabers an Bord eines Flugzeuges. Ohne den Passfund ergibt sich dieses Wissen bereits aus der Passagierliste. Die Verdachtsmomente gegen Satam al Suquami ergaben sich aus anderen Informationsquellen und hätten auch ohne diesen Passfund Bestand gehabt - wie z.B. auch bei Mohammed Atta. Im zitierten ABCNews-Artikel vom 12.09.2001 werden die umfangreichen Ermittlungsansätze beschrieben. Entsprechend wird in dem Artikel auch nicht behauptet, daß der Hijacker-Status anhand des Passes rekonstruiert wurde - auch wenn der ‘Medienanalyst’ die Zeilen anders verstehen will: Sources identify Atta as one of the hijackers. [...] ABCNEWS sources identify another hijacker as Satan Suqami, a Saudi national on American Airlines Flight 11, whose passport was recovered in the rubble.
Die Identifizierung der Hijacker hat weder mit den Trümmern noch mit Ground Zero zu tun - die Identifizierung lief über den Abgleich von Daten und Dokumenten. Bereits innerhalb einer Stunde nach den Anschlägen konnten aufgrund konzentrierter und vernetzter Ermittlungen die tatverdächtigen Personen eingegrenzt und erste Zusammenhänge rekonstruiert werden: On the morning of 9/11, through an evaluation of data -- by the way, this was the passing through manifest, which U.S. Customs was able to access from the airlines. I would say, within about an hour of 9/11 U.S. Customs Office of Intelligence had identified the 19 probable hijackers as well as the complete list of the passengers on the aircraft. (Quelle, Hervorhebung von mir) Robert Bonner, the head of Customs and Border Protection, finally shot back at the panel with a startling boast. "We ran passenger manifests through the system used by Customs-two were hits on our watch list of August 2001," Mr. Bonner testified. "And by looking at the Arab names and their seat locations, ticket purchases and other passenger information, it didn't take a lot to do a rudimentary link analysis. Customs officers were able to ID 19 probable hijackers within 45 minutes." (Quelle, Hervorhebung von mir)
Natürlich handelt es sich um ein bedeutsames Beweisstück, wie auch der örtliche FBI-Direktor Barry Mawn bestätigte - es ist der Pass eines mutmaßlichen Täters. Der Pass diente jedoch primär als Indiz für die Anwesenheit an Bord - nicht für die Täterschaft. Letzteres wird jedoch von Hauß & Konsorten suggeriert - oben stehen die entsprechenden Zitate. Die Bedeutung des Passfundes wird systematisch aufgebauscht, um ihn zum Gegenstand von irreführenden Zweifeln zu machen.
Es ist an dieser Stelle völlig nebensächlich, ob man die ‘offizielle’ Darstellung hierzu glauben will oder nicht - es geht im Zusammenhang mit dem Passfund ausschliesslich um die unbeirrbare Überzeugung eines ‘Medienanalysten’ und seiner ‘Zweifler’-Kollegen, ein zufällig gefundener Pass hätte mit der Identifizierung eines Hijackers zu tun oder Ermittlungsrichtungen bestimmt. Aus dieser Überzeugung resultiert eine ebenso sinnlose wie unendliche Räuberpistole, die längst real-satirischen Beigeschmack entwickelt hat - wie so viele Sackgassen der ‘Truthseeker’. Es handelt sich um ein weiteres simples Beispiel dafür, wie einfachste Sachverhalte systematisch ‘missverstanden’ und instrumentalisiert werden.
Im Schutt oder drumherum
Andreas Hauß demonstriert insbesondere bezüglich des Fundortes des Passes eine Methode, die zum Grundrepertoire vieler ‘Zweifler’ gehört: Die verhasste Mainstream-Journaille wird auf widersprüchliche Angaben gescannt. Ist eine der abweichenden Angabe nützlich, wird sie unabhängig vom Wahrheitsgehalt herausgegriffen und zu einem angeblichen Widerspruch zur ‘offiziellen’ Version umgedeutet. So auch zum angeblichen Fundort des Passes. Die unmittelbare Berichterstattung enthält überwiegend folgende Angaben: [...] a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby. (CNN, 16.09.2001)
[ ...] found a passport belonging to one of the hijackers three blocks from the demolished 110-story buildings, [...] (Washington Post, 17.09.2001, PDF-Kopie)
[...] a passport belonging to one of the hijackers was found in the vicinity of Vesey Street, near the World Trade Center. (CNN, 18.09.2001)
Der Pass soll also in einer gewissen Entfernung zum WTC-Gelände gefunden worden sein - demnach also nicht im Schuttberg des WTC. Deshalb beruft sich der ‘Medienanalyst’ selektiv auf einen Halbsatz eines ABCNews-Artikels vom 12.09.2001: [...] whose passport was recovered in the rubble.
Es gibt eine simple Erklärungsmöglichkeit für diese Meldung: Sie ist spektakulär klingend formuliert, aber falsch. Anders formuliert: Eine nebensächliche Räuberpistole. Damit ist die ‘Medienanalyse’ eigentlich beendet - auch angesichts der widersprechenden Berichte der Folgetage. Andreas Hauß verdreht jedoch weitere Details - hier eine Verknüpfung des ABCNews-Nebensatzes mit einem angeblich offiziellen FBI-Statement: Gleich am nächsten Tag präsentiert der FBI-Chef von New York einen Pass, den er im Schutt des WTC gefunden haben wollte. (Unter falscher Flagge, 7:15)
Der Fundort ist ein Produkt des ‘Medienanalysten’: Barry Mawn, director of New York's FBI office:[...] Last week, a passport belonging to one of the hijackers was found in the vicinity of Vesey Street, near the World Trade Center. (CNN, 18.09.2001, Hervorhebung von mir)
New York Police Commissioner Bernard Kerik said Sunday a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby. (CNN, 16.09.2001, Hervorhebung von mir)
Informationen zurechtbasteln und Leser irreführen - der ‘Medienanalyst’ kritisiert das gerne bei VT-Kollegen: Diese Desinformation dient der Meinungsmache. Zuerst steht die spinnerte These, dann werden Informationen darauf zugeschnitten. Ich werfe Wisnewski also nicht FEHLER vor, nicht Ungenauigkeit oder Schlamperei. das kann jedem mal passieren. Sollte nicht, tut`s aber. Es geht um bewußte Irreführung der Leser. Die Grundinformationen des Artikels stimmen nicht, und das liegt nicht an Schlamperei. (Medienanalyse-international.de)
Wirft man dem ‘Medienanalysten’ ähnliches vor, stellt er sich dumm: Und er sagt auch nichts, was an meiner Aussage nun eigentlich falsch sei: "In dem Moment, in dem er in das WTC reingeflogen ist, muss dieser Pass durch den Feuerball hindurchgeflogen sein, sich noch eine Stunde in der Luft herumwirbelnd aufgehalten haben, bis das WTC zusammengefallen ist und dann auf den Schutt oben draufgefallen sein. (Unter falscher Flagge, 7:30)”
MOSAIK911 hat die entsprechenden Passagen des Zitates explizit markiert (siehe oben). Andreas Hauß wird sich im Zweifelsfall weiterhin auf einen Nebensatz vom 12.09.2001 berufen, um im Jahr 2009 eine Räuberpistole als ‘offizielle Version’ zu suggerieren. Zu diesem Zweck wird der angebliche Fundort ‘Schutthaufen’ u.a. dem FBI-Chef in den Mund legt.
Nicht ganz zufällig wirkt die Hauß’sche Räuberpistole wie ein geringfügig modifizierter Abklatsch der Meysan’schen Räuberpistole: Denen, die daran zweifeln würden, liefert das FBI einen lächerlichen ‘Beweis’: Während die Maschinen gebrannt haben und die Twin Towers eingestürzt sind, habe Mohammed Attas Paß wie durch ein Wunder das Inferno überdauert und sei später in den brennenden Trümmern des WTC unversehrt gefunden worden. (Thierry Meyssan in Pentagate, S. 68; Rede vom April 2002)
Die Masche hat Erfolg, wie u.a. der Wiederkäuer-Blog Schall&Rauch demonstriert (siehe Nachtrag 07.09.2008). Nur eine Fußnote ist die abweichende Darstellung desselben Blogs ein Jahr zuvor wert - nix Pass auf Schuttberg. Der Pass von Satam Al Suqami wurde in einer Strasse nicht weit vom WTC gefunden.
Die austauschbare Beliebigkeit der Darstellungen demonstriert der ‘Medienanalyst’ wieder höchstselbst. Auszug aus dem Buch ‘Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11/9’ aus dem Jahr 2003 der Herren Bröckers/Hauß (S. 231/346, Hervorhebung von mir): Weltweit geisterte zum Beispiel die Nachricht durch die Medien, der Pass von Satam al-Suqami, einem der vermeintlichen Terroristen aus der AA 11, sei einen Block vom WTC entfernt aufgefunden worden.
Hauß hat die doppelzüngige Masche längst auf den Punkt gebracht: Diese Desinformation dient der Meinungsmache. (Medienanalyse-international.de)
Nicht mehr und nicht weniger.
Retourkutsche verlinkt
Der ABCNews-Artikels vom 12.09.2001 offenbart weitere Instrumentalisierungs-Versuche. Der ‘Medienanalyst’ scheitert bereits am Link selbst: Was besagt EXAKT die Quelle, die unser Volksaufklärer höchstselbst anführt? (leider funktioniert sein Link zur Quelle nicht - aber was bei uns Skeptikern uns angelastet wird, die von uns wahrlich NICHT verschuldete Quellenvernichtung, das wollen wir ihm ausnahmsweise nicht retourkutschend anlasten ...)
MOSAIK911 hilft dem überforderten ‘Medienanalysten’ auch im Kampf gegen die “Quellenvernichtung” weiter: Archivversion der ursprünglichen Meldung: abcnews.go.com Aktualisierte Verlinkungs-Adresse: abcnews.go.com
Wie im obigen Haupttext zu sehen, hat MOSAIK911 versehentlich nur die ABCNews-Website mit Datumsangabe verlinkt - und nicht die spezielle Artikel-Seite. Ein polemikstrotzender ‘Skeptiker’ bastelt daraus ‘Quellenvernichtung’, die “ausnahmsweise nicht retourkutschend angelastet wird.”
Besten Dank, Herr ‘Medienanalyst’.
Widersprüche basteln - Folge 0815
Der ‘Medienanalyst’ verdreht einen weiteren Sachverhalt, um Widersprüche zu suggerieren: Und noch zwei Aspekte obendrein: unerheblich ist übrigens auch, dass und ob dieser Pass einige Tage später dann angeblich in der Vesey street gefunden wurde. Wir kennen die Vorgehensweise aus unzähligen anderen Zusammenhängen, dass stories "korrigiert" wurden, um sie ein wenig gefälliger zu machen.
Es wurde kein Pass “einige Tage später in der Vesey Street” gefunden. Am 18.09.2001 enthielt ein CNN-Bericht folgende Bemerkung (Hervorhebungen von mir): Last week, a passport belonging to one of the hijackers was found in the vicinity of Vesey Street, [...]
Das ist kein Widerspruch zur Meldung vom 16.09.2001: [...] a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby.
Es ist auch kein Widerspruch zur Meldung vom 12.09.2001 - den Zeitpunkt des Fundes betreffend. Es bleibt lediglich der angebliche Fundort, den ‘Medienanalysten’ und Konsorten bis heute gezielt kultivieren: [...] whose passport was recovered in the rubble.
MOSAIK911 übersetzt das paranoid-wirkende Getue um angebliche Verschwörer-Korrekturen: Irgendein ‘Verschwörer’ hat der Presse am 11. September 2001 wahrheitswidrig erzählt, man hätte einen Hijacker-Pass im Schutthaufen gefunden. Drei Tage später bemerkten die planlosen ‘Verschwörer’, wie unglaubwürdig dieses Story wäre und korrigierten den angeblichen Fundort.
Das ist die unausgesprochene Alternative sogenannter ‘Skeptiker’ - in irreführende Zweifelei verpackt.
Das Pseudo-Bekenntnis - nichts begriffen
Der ‘Medienanalyst’ gefällt sich in der Rolle des ironisierenden Dialektikers. Entsprechend wirkt auch die zusammenfassende Bankrott-Erklärung wie aus dem rhetorischen Lehrbuch gegriffen: Kunstgriff 31: Sich mit feiner Ironie für inkompetent erklären (Wikipedia)
Der Hauß’sche Kunstgriff: Ich konstatiere also, angeregt durch unseren Volksaufklärer, dass - der Pass entgegen dem Guardian nicht der des Atta war - entgegen den ersten Meldungen nicht im Schutt gefunden wurde - entgegen den ersten Meldungen Vor dem Zusammenfall gefunden wurde - nicht investigtors hatten ihn gefunden - nicht FBI, nicht NYPD, sondern ein passerby fand ihn - aber zwei Blocks entfernt (dann wäre jedoch auch unklar gewesen, wieso er AUS dem WTC und nicht z.B. von einem Flüchtenden entfallen sein konnte) - dennoch: am 12. wurde der Pass schon einem Hijacker zugeordnet und keinem Flüchtenden, nicht irgendwelchen Büropapieren mehr oder weniger wichtigen Inhalts ... - feuerresistent war er jedenfalls und wohl auch nicht am besitzer steckend. Von einer Durchsuchung des jackets einer Attentäterleiche wurde uns nämlich nichts gemeldet. Kommt vielleicht noch in der version 22b der offiziellen Version. Wie konnten sich die Zeitungen und Medien der ersten Jahre nur so irren! Wie hatten wir nur darauf vertrauen können!
Die einzelnen Aspekte sind oben detailliert besprochen (z.B. wurde bereits am 16.09.2001 gemeldet, daß ein Passant den Pass gefunden hatte). Deshalb bleibt dem ‘Medienanalysten’ nur noch dieser dialektische Kunstgriff - und selbst der wird mit einer kaum zu überbietenden Zweifel-Peinlichkeit garniert. Hauß schreibt: - aber zwei Blocks entfernt (dann wäre jedoch auch unklar gewesen, wieso er AUS dem WTC und nicht z.B. von einem Flüchtenden entfallen sein konnte) - dennoch: am 12. wurde der Pass schon einem Hijacker zugeordnet und keinem Flüchtenden, nicht irgendwelchen Büropapieren mehr oder weniger wichtigen Inhalts ...
Da der ‘Medienanalyst’ mit einfachsten Sachverhalten überfordert ist (bzw. so tut als ob), hilft ‘Volksaufklärer’ MOSAIK911 erneut weiter - extra kurzgefasst und in der korrekten chronologischen Reifenfolge:
Schritt 1: Passagierlisten durchchecken - Satam al Suqami steht auf der von American Airlines 11 drauf.
Schritt 2: Einwanderungsbehörden, Watch-Listen, CIA-Kenntnisse abgleichen usw. - Verbindungen und Hintergründe diverser Passagieren der vier Boeings werden deutlich.
Schritt 3: Ein Pass mit dem Namen Satam al Suqami wird gefunden. Zuordnung des Passes zu einem Passagier von AA 11 aufgrund der bereits vorliegenden Informationen sonnenklar.
Jetzt folgt der Nebelwerfer-Zweifel-Einsatz - bitte festhalten:
Schritt 4: Ein ‘Medienanalyst’ fragt im Jahr 2009, wieso der Pass nicht auch einem Flüchtenden gehören könne.
Besten Dank für die Fragen, Herr ‘Medienanalyst’.
Hollywood lässt grüßen
Ein wirrer Einwand bildet den Abschluß einer wirren Replik: Offiziell ist die Aktivität von NYPD-Leuten VOR dem Zusammensturz der Gebäude. Und die von FBI-Leuten sofort danach. Und dass die irgendwie erkennbar gewesen sein müssen. Da haben wir zuviel Hollywoodstreifen gesehen, wo diese FBI-Leute keine Uniform trugen. Denkbar wäre natürlich auch, dass während die gebäude brannten, sich die Passerbys in ihren Anzügen, Polizisten und FBIler gegenseitig Beweismaterial zusteckten: "Hier haste was!"
Bereits am 16.09.2001 wurde gemeldet, daß ein Passant den Pass gefunden hatte: [...] a passport belonging to one of the hijackers was discovered a few days ago several blocks from the crash site by a passerby. (CNN, 16.09.2001)
Passanten waren zu Hunderten im betroffenen Gebiet unterwegs:
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