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Immer geradeaus - kaum zu verfehlen

Die letzten drei Minuten des Anfluges von AMERICAN AIRLINES 77 sind geprägt von einer 330 Grad Schleife und einem finalen geradlinigen Sinkflug:
At the end of the turn, the aircraft was at about 2000 feet altitude and 4 miles southwest of the Pentagon. Over the next 30 seconds, power was increased to near maximum and the nose was pitched down in response to control column movements (NTSB Flight Path Study AA77)

 

AA77_flight_path03

PDF-Quelle

Die Topografie der letzten Meile lässt markante Objekte entlang der Flugroute erkennen:
 

anflug-laengs-markiert0202

1. Navy-Annex-Gebäude auf einem Hügel
2. Mehrspuriger Highway
3. Kleeblattförmiges Autobahnkreuz

Am Ende der schnurgeraden Anfluglinie lässt sich aus dieser Perspektive der  markierte Helikopter-Landeplatz direkt vor dem Pentagongebäude eben gerade noch erahnen.

Der Autopilot wurde 9:29 deaktiviert - ca. 35 Meilen westlich des Pentagons (Quelle). Es liegt die Vermutung nahe, daß die Hijacker riesige natürliche Landmarks zur Sichtorientierung in der finalen Anflugphase genutzt haben (u.a. auch den Potomac River)

In den Jahren 2005/2006 löste ein Machwerk namens LOOSE CHANGE eine bemerkenswerte Hype aus und stellte Fragen, die eigentlich für sich sprechen - aber dennoch dokumentiert werden sollten, um die Methodik exemplarisch aufzuzeigen:
Warum zeigen Satellitenaufnahmen, die fünf Tage vor dem 11.9. gemacht wurden, eine weiße Spur auf dem Rasen, die fast exakt derselben Linie entspricht, an der entlang irgendein Objekt am 11.9. ins Pentagon einschlug? (Loose Change 2, 29.Minute)

“Wir stellen doch nur Fragen”

LOOSE CHANGE bezieht sich auf folgende Aufnahme vom 07.09.2001:
 

Pentagon_9_7_0103

Quelle: www.spaceimaging.com

Die Fakten:

1. Vier Tage vor dem Anschlag aufgenommen.

2. Aufnahme zeigt den späteren Tatort.

3. Aufnahme zeigt den späteren, finalen Anflugbereich des Flugobjektes

4. Aufnahme zeigt eine Unregelmäßigkeit auf dem Rasen, die wie ein Strich aussieht.

5. Der helle ‘Strich’ korrespondiert mit der späteren Anflugrichtung des Flugobjektes.

Die Präsentation in Frageform entspringt einer Spekulation, die schon zuvor im Internet kursierte:
In this Image we can see an Ariel path marker in the grass. [...] this Ariel marking pattern may have been used to mark the impact point from the air where the pilot or object was suppose to hit the Pentagon. (Quelle)

Diese Spekulation erscheint naheliegend, weil der Fokus gezielt auf ein ganz bestimmtes ‘Indiz’ gelenkt wurde. Die Spekulation führt zur Schlußfolgerung, daß der Anschlag vorbereitet wurde.

So funktioniert die Kurzschluß-Logik nach dem ‘sieht aus wie’- Strickmuster.

1. Selektive, oberflächliche Darstellung

2. Keine nähere Betrachtungen der ‘Auffälligkeit’.

3. Widersprechende Fakten werden ausgeblendet.

4. Es werden Fragen gestellt, keine Antworten gesucht.

Nochmals die Luftaufnahme in erweitertem Kontext, um die Relevanz der letzten 100 Meter und der LOOSE CHANCE-Fokussierung zu verdeutlichen:
 

Pent-Luft-Marks-gross

Nochmals sind die markanten Punkte gekennzeichnet, die aus großer Entfernung zu erkennen sind:

1. Das riesige Autobahnkreuz

2. Der mehrspurige Highway, der aus südlicher Richtung kommt

3. Das Navy Annex Gebäude auf einem Hügel gegenüber vom Pentagon

Exakt entlang dieser riesigen natürlichen ‘Wegweiser’ verläuft der Anflug des Flugobjektes, das sich mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Metern/Sekunde dem Pentagon näherte.

Der Pilot des Flugobjektes findet demnach riesige Wegweiser vor.

Und der Gärtner des Pentagons soll auf den letzten 100 Metern eine ‘Bitte hier einschlagen’-Markierung direkt neben den markanten Heliport angelegt haben?

Wem dieser Gedanke - der von Machwerken wie LOOSE CHANGE transportiert wird - noch immer nicht absurd genug vorkommt, kann natürlich auch eine Antwort auf die ‘Frage’ erhalten, da hierfür nur wenige Sekunden ‘gegoogelt’ werden muss.
Die angeblich “weiße Spur auf dem Rasen” ist nämlich nicht nur auf Bildern zu sehen, die “fünf Tage vor dem 11.9. gemacht wurden”.
Sie findet sich auch auf Aufnahmen, die mehrere Monate vor dem Anschlag erfolgten:

 

airphotousa_pentagon-juli2001

Quelle; datiert Juli 2001

pent-aerial2000-globexplorer

Quelle; undatiert; aber siehe Copyright 2000

pentagon_before-281220002

Originalbild; Datiert 28.12.2000 (Quelle)

Auf dem letzten Bild erscheint der fragliche Bereich dunkler. Die Aufnahme erfolgte Ende Dezember, rechts oben sind Schneereste erkennbar.
Die dunkle Färbung der ‘Markierung’ resultiert daraus, daß nasser Sand dunkler erscheint als die umgebende, rudimentäre Rasenfläche.

Nasser Sand?

Richtig, denn das Rätsel um die angebliche ‘weiße Markierung’ ist keines:
 

pent-lawnpath347

Quelle

Die banale Realität - ein Trampelpfad zwischen zwei Versorgungsschächten, der sich im Laufe der jahrelangen Baumaßnahmen entwickelt hat.

‘Weiße Spuren’ als überflüssige Landemarke sind hingegen Produkte von Kurzschluß-Logik nach dem ‘sieht aus wie’-Prinzip.

Die konfuse Absurdität wird noch deutlicher, wenn man sich vor Augen hält, daß diese Protagonisten eine ferngesteuerte und zielprogrammierte Cruise Missile als Flugobjekt favorisieren.

Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, wie zufällige Übereinstimmungen zu unsinnigen Schlüssen führen können und welche Qualität und Logik hinter manchen Fragen von ‘Wahrheitssuchenden’ steht.
 

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