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Wahrscheinlicher erscheint eine Ausrichtung auf die hintere Zapfsäule. In diesem Fall wäre der Impactbereich jedoch ebenso wenig im Kamera-Blickfeld gewesen.
Aus diesen Gründen ist die negierende Stellungnahme einer FBI-Verantwortlichen vom September 2005 nachvollziehbar: Among the eighty-five (85) videotapes described in paragraph 11, above, I located one videotape taken from closed circuit television at the Citgo Gas Station in Arlington, Virginia. Because of its generally poor quality, this tape was taken to the FBI’s Forensic Audio-Video Image Analysis Unit (“FAVIAU) by another member of the PENTTBOM Investigative Team. FAVIAU was requested to determine wether the videotape showed the impact of Flight 77 into the Pentagon on September 11, 2001 and, if such evidence existed on the videotape, to develop still photographic images of it. Personnel from FAVIAU assisted personnel from the PENTTBOM Investigative Team to determine that the videotape did not show the impact of Flight 77 into the Pentagon on September 11, 2001. (Quelle, Dokument)
Von beiden limitierenden Faktoren - der Ausrichtung der Kameras und der minderwertigen Qualität - konnte sich die Öffentlichkeit überzeugen, nachdem auch diese Videos am 15.09.2006 publiziert wurden. Die Aufnahmen sind zu finden unter flight77.info. (bzw. Judicial Watch Youtube)
Kleine Ironie am Rande: Die Tankstellen-Kette CITGO ist im venezuelanischen Staatsbesitz (Quelle). Staatspräsident Hugo Chavez war publicity-trächtiger Ansprechpartner von Reopen911-Jimmy Walter in der Bemühung um eine ‘unabhängige’ Untersuchung von 9/11 (Details siehe Independent Venezuela). Mit dieser Tankstelle und ihren Kameras hätte man einen pragmatischen Anfang machen können.
Das rasende FBI und der Minuten-Mythos
Ein zweiter Aspekt aus dem Velasquez-Interview beflügelte ebenfalls über Jahre die Fantasie von Verschwörungstheoretikern: "I've never seen what the pictures looked like," he said. "The FBI was here within minutes and took the film. (Quelle)
Innerhalb von Minuten?
Stellvertretend eine der ‘Truther’-Sites, die ausspricht, was andere Zweifler nur andeuten: Velasquez, the owner of the gas station said his security cameras are close enough to the Pentagon to have recorded the moment of impact. “I’ve never seen what the pictures looked like,” since, “The FBI was here within minutes and took the film.” This indicates also that the FBI was in the vicinity of the Pentagon when it was attacked. (911exposed.org, Hervorhebung von mir)
Ausgerechnet ‘Truthseeker’ widerlegten diesen Mythos Jahre später. Kurz vor der absehbaren Veröffentlichung der Tankstellen-Videos begab sich im August 2006 das LOOSE CHANGE-Trio Avery, Rowe und Bernas sowie Russell Pickering (Betreiber von Pentagonresearch.com, Pickering hat sich im Jahr 2008 im Streit aus dem ‘Truth Movement’ zurückgezogen, seit Januar 2009 ist die Website offline) in das Pentagon-Areal, um einige Aspekte vor Ort zu klären. Im Gespräch mit dem CITGO-Manager ergab sich folgende Information: According to the manager of the Citgo who was very kind and informative with us, their video was not actually taken away in minutes as the famous quote has told us. They were evacuated for about two hours from the Citgo and minutes after they reopened the camera was taken. (Quelle)
Das relativiert den Mythos vom rasenden FBI. Russell Pickering hat lange vor diesem Interview die Minuten-Story selbst kolportiert (siehe hier), aber gleichzeitig zu einer weiteren Entmystifizierung der FBI-Aktion beigetragen: From my conversations with hotel managers in the vicinity I was told that on the 12th and 13th the FBI "canvassed" the entire area confiscating tapes. There are many buildings with vantage points there and that is where these 85 tapes originated from. (Quelle)
Pickering irrt auch im letzten Punkt, denn ein Großteil der sagenhaften 85 Videos stammt aus völlig anderen Quellen (siehe Liste). Aber etwas anderes sollte in diesem Zusammenhang zu denken geben: Viele Zweifler (oftmals Missile-oder Global Hawk-Theoretiker) suggerieren stets unterschwellig, die Suche nach Video-Aufnahmen stände in Verbindung mit Vertuschungsbemühungen - nicht mit der ureigensten Aufgabe der Bundespolizei namens FBI, der Beweismittelsicherung.
Wären jedoch der 12. und 13. September angemessene Reaktionszeiten, um potentielle Beweismittel für den Anschlag des Jahrhunderts zu vertuschen?
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