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Top oder Flop?
Der emeritierte Philosophie-Professor James Fetzer ist Gründungsmitglied und Vorsitzender der Scholars for 9/11 Truth. Im Juni 2006 fand in Los Angeles das ‘American Scholars Symposium’ statt. Auf einer Podiumsdiskussion stellte Fetzer seine ‘TOP TEN’-Gründe vor, warum das gängige Hijacker-Szenario gefaked sein muss. Ein Videomitschnitt ist u.a. auf der ‘Scholars’-Site (bzw. hier) und Prisonplanet zu sehen. (Transkript)
Welches sind die ‘Top-Ten’-Gründe des Philosophie-Professors?
Nr. 10: Ihre Namen erschienen auf keiner Passagierliste.
Die ‘Top 10’ beginnt mit einer klaren Falschinformation (Details hier und hier). Die Legende wird u.a. auch von David Ray Griffin propagiert - einem Theologie-Professor und führenden ‘Scholar for 9/11 Truth&Justice’: But the flight manifests that have been released contain neither the names of the alleged hijackers nor any other Arab names. (Quelle) Griffin benennt sogar explizit die Quelle, auf die sich die VT-Koryphäen seit Jahren berufen: The flight manifest for AA 11 that was published by CNN can be seen at www.cnn.com/SPECIALS/2001/trade.center/victims/AA11.victims.html.
Victims, Herr Professor, VICTIMS!
Die ‘Truthseeker’-Professoren scheitern an einem einfachen Grundsatz: Don't include terrorists with the victims in the death toll. Separate them. (Quelle) Along with their victims, 19 terrorists died after hijacking passenger jets on 9/11. (Quelle) More than seven years later, the effort continues to identify the missing victims—and hijackers. (Quelle)
‘Truthseeker’-Professoren begreifen angeblich nicht, daß Terroristen/Hijacker keine Opfer sondern Täter sind und konstruieren daraus einen zentralen Mythos. Professor Fetzer amüsiert das einschlägige ‘Scholar’-Publikum zudem mit Polemik: That's not easy to arrange my friends. If you now of any other case, I'd be interested in hearing it.
Fetzer interessiert nicht, wie es in diesem Fall ‘arrangiert’ wurde - andere Fälle sind daher völlig nebensächlich.
Nr. 9: Keiner von ihnen war Gegenstand einer Autopsie.
Die Analogie zur Legende der angeblichen ‘Passagierlisten’. Fetzer bezieht sich auf die Legende eines Psychiaters. Dieser wiederum hat mit der ‘Autopsie’-Liste irreführende Zahlenspielchen produziert. Auf der fraglichen Liste werden die namentlich identifizierten Opfer aufgeführt. Die Hijacker waren zu diesem Zeitpunkt nicht namentlich identifiziert, da die Vergleichsproben zunächst nicht individuell zuzuordnen waren: Investigators have identified remains of 184 people who were aboard American Airlines Flight 77 or inside the Pentagon, including those of the five hijackers, but they say it is impossible to match what is left with the five missing people. [...] The remains of the five hijackers have been identified through a process of exclusion, as they did not match DNA samples contributed by family members of all 183 victims who died at the site. (Quelle, November 2001)
DNA-Proben von den Anschlagsorten wurden den Hijackern zunächst nach dem Ausschlußprinzip zugeordnet und mit Vergleichsproben von Aufenthaltsorten der Hijacker in Zusammenhang gebracht. Später konnten einzelne Hijacker (Hanjour, Moqed, sowie das Brüderpaar Al-Hazmi) auch individuell identifiziert werden (Detaillierte Darstellung)
Nr. 8: Von den angeblichen Hijacker leben 5-7 in Nahost und wurden von BBC und Guardian interviewt.
Eine weitere Uralt-Legende. Nach der Veröffentlichung der ersten FBI-Liste am 14.09.2001 meldeten sich einige Personen gleichen Namens bei diversen arabischen Medien. Deren Berichterstattung wurde von BBC und Guardian kolportiert. Es handelte sich lediglich um Namensgleichheiten. Nachdem die zweite FBI-Liste incl. der Fotos am 27.09.2001 erschien, gab es keine Unklarheiten mehr - nie wieder meldete sich ein angeblich überlebender Hijacker. (Details)
Beteiligte Journalisten haben das bereits mehrmals klargestellt, u.a. der Redaktionsleiter der ‘Arab News’, John Bradley: “Welch ein Unsinn, davon redet hier schon lange kein Mensch mehr.” Seine Reporter hätten damals, so Bradley, nicht selbst mit den “Überlebenden” gesprochen, sondern Berichte anderer arabischer Blätter zusammengefasst.[...] Mit den Fotos war der Unsinn von den überlebenden Terroristen schnell erledigt. Bradley: “Das Ganze ist auf das Chaos in den ersten Tagen nach dem Anschlag zurückzuführen. es handelte sich um Namensgleichheiten.” Die Namen von zwei der angeblich überlebenden Attentäter - Said al-Ghamdi oder Walid al-Schari - gebe es in Saudi-Arabien so häufig wie John Smiths in den USA oder Großbritannien.” (SPIEGEL 37/2003, S. 61)
Auch die BBC hat im Jahre 2006 hierzu Stellung bezogen The story, written in the immediate aftermath of the 9/11 attacks, was about confusion at the time surrounding the names and identities of some of the hijackers. [...] The confusion over names and identities we reported back in 2001 may have arisen because these were common Arabic and Islamic names. [...] The rest of the story remains as it was in the archive as a record of the situation at the time.[...] (Quelle)
’Truthseeker’ wie Fetzer berufen sich also auf Presseberichte vom September 2001 und ignorieren jede nachfolgende Entwicklung. Ein ‘Scholar for 9/11 Truth’ scheint sich nicht dafür zu interessieren, wo die angeblich “lebenden Hijacker” jemals identifizierbar aufgetreten wären, um der offiziellen Version den Todesstoß zu versetzen. Warum begnügen sich sogenannte ‘Truthseeker’ in einer zentralen Frage mit vagen Presseberichten aus dem September 2001? Und warum ignorieren angebliche ‘Truthseeker’ die vorliegenden Erklärungen beteiligter Journalisten?
Nr. 7: Das FBI hat ihre Listen nicht korrigiert
Es gab überhaupt keinen Grund, die Listen zu korrigieren. Die Namen waren von Anfang an korrekt. Daran ändert sich nichts, wenn Menschen mit diesen, teils weitverbreiteten Namen auftauchen und betonen, nicht mit den Hijackern identisch zu sein. Auch ‘Grund Nr. 7’ ist daher eine Null-Nummer. Es ist nicht verwunderlich, daß Professor Fetzer bei diesem Aspekt erneut auf Professor Griffin verweist: This is quite surprising, they'd have to be aware. David Ray Griffins second book on 911, "911 Commission Report Omissions and Distortions", makes this point as his number one item:[...]
Der widerlegte Einstiegsgrund ‘Nr. 10’ zeigt bereits, wie diese beiden ‘Truther’-Professoren im bemerkenswerten Gleichklang agieren - auch wenn Griffin nominell der ‘Scholar’-Gruppierung angehört, die sich im Streit von der Fetzer-Organisation abgespalten hat. (Quelle)
Nr. 6: Laut FBI-Agent Flagg sind die Namen der Hijacker schnell bekannt gewesen, weil Gepäck von Atta gefunden wurde, welches u.a. eine Liste aller 19 Hijacker enthielt.
Warren Flagg war am 11. September 2001 bereits aus dem FBI-Dienst ausgeschieden: O'Neill "started as a clerk in ’72, became an agent in ’76," said retired FBI agent Warren Flagg, O'Neill's former partner.(Quelle, 12.09.2001).
Das Flagg-Interview erschien erstmals im April 2006 und enthält folgende Passage bzgl. der angeblichen “Liste aller 19 Hijacker”: A former FBI agent and a former federal prosecutor who helped direct the New England investigation of the Sept. 11 attacks told Newsday that one bag found in Boston contained far more than what the commission report cited, including the names of the hijackers, their assignments and their al-Qaida connections. "It had all these Arab-language papers that amounted to the Rosetta stone of the investigation," former FBI agent Warren Flagg said. The former federal prosecutor, who declined to be identified publicly, supported Flagg's account. “How do you think the government was able to identify all 19 hijackers almost immediately after the attacks?" Flagg asked. "They were identified through those papers in the luggage. And that's how it was known so soon that al-Qaida was behind the hijackings.”
Flaggs Informationen sind seit 2001 bekannt. Der zitierte Lechner-Bericht vom 12.09.2001 beinhaltet einen Hinweis darauf, daß in dem Gepäck “a letter of recommendation and education-related documentation” gefunden wurde. Dieser ‘Leitfaden’ wurde vom FBI am 29.09.2001 als Beweisstück veröffentlicht. Dieser ‘Leitfaden’ stellt die Verbindung zwischen den Hijacker-Teams her. Die Namen der Verdächtigten ergaben sich noch am 11.9.2001 durch den Check der Passagierlisten: On the morning of 9/11, through an evaluation of data -- by the way, this was the passing through manifest, which U.S. Customs was able to access from the airlines. I would say, within about an hour of 9/11 U.S. Customs Office of Intelligence had identified the 19 probable hijackers as well as the complete list of the passengers on the aircraft. (Quelle)
Eine “Liste mit den Hijacker-Namen” als Fundstück war demnach überflüssig und nie als solches erwähnt worden. In dem Flagg-Artikel von April 2006 scheint der Reporter diese “Namensliste” in die Flagg-Äußerungen lediglich hinein zu interpretieren. Der Indizien-Fund spricht für das Hijacker-Szenario. Der Gepäckfund muss als ganzes in Frage gestellt werden, wenn man die Hijacker als ‘Fake’ betrachtet. Es gibt also lediglich Zweifel bzgl. eines ‘zufälligen’ Gepäckfundes. Ein Zweifel als Grundlage für einen ‘Top-Grund’?
Nr. 5: Sie konnten die Flugzeuge nicht fliegen
Die Hijacker hatten von der FAA bestätigte Berufspiloten-Lizenzen (Ausnahme Ziad Jarrah). Atta received his commercial pilot certificate in December, 2000. Al Shehhi received his commercial pilot certificate in December, 2000. Hanjour received his commercial multi-engine pilot certificate from the FAA in March 1999. Jarrah had logged only 100 flight hours, and did not possess a commercial pilot certificate or multi-engine rating. (Quelle)
Einigen Presseberichten ist zu entnehmen, daß es sich um relativ schlechte Piloten handelte. Für ihre Absichten schien dies jedoch ausreichend zu sein, wie diverse Fachleute attestieren (Details): Despite Hanjour's poor reviews, he did have some ability as a pilot, said Bernard of Freeway Airport. "There's no doubt in my mind that once that [hijacked jet] got going, he could have pointed that plane at a building and hit it," he said. (Quelle)
Ein Pilot, der nach eigener Einschätzung eine formal ähnlich Qualifikation wie Hanjour aufzuweisen hat, flog im Rahmen einer niederländischen TV-Doku das finale Manöver in einem professionellen Simulator mehrmals problemlos nach.
Die Expertenmeinungen hierzu gehen also auseinander (wenn wir die Glaubwürdigkeit des von Fetzer angeführte Piloten Nila Sagadevan akzeptieren, da von ihm weitere fragwürdige Statements z.B. bzgl. des “ground effect” stammen; Details hierzu folgen noch).
‘Top-Grund Nr. 5’ bedarf also mindestens der Ausblendung widersprechender Expertenmeinungen.
Nr. 4: Die Handygespräche konnten nicht durchgeführt werden.
Fetzer ergänzt: And that of course would include the one you've all heard about, the one from the late passenger, Mark Bingham, where he calls his mother an says. "Mom, this is Mark Bingham."
Wie der Großteil aller Telefonate wurde das Bingham-Telefonat über eines der eingebauten Sitztelefone geführt - Sitzreihe 25. (Quelle)
I'm calling on the air phone of the airplane. (Quelle, Videoclip)
Das höhnische Gelächter des ‘Truthseeker’-Auditoriums an dieser Stelle ist ein weiterer Schlag in das Gesicht der Opfer und ihrer Angehörigen.
Von den relativ wenigen Handygesprächen wurden zwei um 9:58 Uhr geführt (Quelle, abweichende Darstellungen beruhen auf widersprüchlichen Presseberichten). Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Flugzeug nur noch in einer Höhe von ca. 1500-2500 Meter. (Quelle) Eine Vielzahl der Gespräche wurden mehrmals unterbrochen, es handelt sich insgesamt um ein heterogenes Geschehen. Die Vielzahl der plausiblen Telefonate zeigt, daß sich angebliche ‘Truthseeker’ wie Fetzer theorie-verliebt auf hypothetische ‘Merkwürdigkeiten’ stützen.
Direkter formuliert: ‘Gefakte’ Handy-Telefonate sind ein dümmlich-überflüssiges Manöver, wenn in jeder Sitzreihe Bordtelefone zur Verfügung standen - über die auch ein Großteil der Telefonate geführt wurden.
Nr. 3: Das Tape von UA 93 enthält die Diskussion der Passagiere über ihre geplante Aktion. CVR nimmt jedoch keine Passagier-Gespräche ausserhalb des Cockpits auf.
Das Band des Voice Rekorders wurde im April 2002 den Angehörigen der Opfer vorgespielt (Quelle). Im Rahmen des Moussaoui-Prozesses wurde das Band im April 2006 als Beweisstück verwendet (Quelle). Das Transkript des Voice Rekorders wurde veröffentlicht, weil die Richterin die Veröffentlichung des Bandes untersagte (Quelle). Es wurden keine ‘Passagier-Diskussion’ aufgenommen. Vielmehr ist das Geschrei der aufgebrachten Passagiere während ihres Angriffes auf das Cockpit und der geräuschvolle Einsatz des Servierwagen als ‘Rammbock’ zu hören: The cockpit voice recorder captured the sounds of the passenger assault muffled by the intervening cockpit door. [...] The sounds of fighting continued outside the cockpit. [ ...] At 10:00:26, a passenger in the background said, “In the cockpit. If we dont, we’ll die.” Sixteen seconds later, a passenger yelled, “Roll it”. (9/11 Commission Report, S. 13f.)
Nr. 2: Die letzten Worte, die vom Voice Recorder aufgezeichnet wurden, lauteten "Allāhu Akbar, Allāhu Akbar" (arabisch für "God is great, God is great.")
Fetzer ergänzt: According to a muslem member of Scholars for 911 Truth, the last words that a devout follower of Islam should say when confronting eminent death, is not those words, but rather [in arabic]: "There is but one God, Allah, and Mohammed is his prothet." I therefore suggest, that the writers of this script simply didn't know enough to get it right.
Wieder ein klassisches Theoretiker-Argument. Fetzer beruft sich auf einen ‘Scholars’-Kollegen, um zu erklären, wie die Theorie einen solchen Ablauf vorsieht. Fetzer könnte sich jedoch genauso gut auf das FBI berufen, denn das FBI selbst hat diesen ‘Theorie-Leitfaden’ für Attentäter bereits am 28.09.2001 veröffentlicht. In einer Übersetzung dieses Schreibens ist folgendes zu lesen: Page 4: [...] When the hour of zero comes, breathe deeply and open your chest welcoming death in the way of Allah. Always remember that you end your life with prayer and that you begin with it before the target and let the last part of your speech be, "There is No God but Allah and Muhammad is his messenger. [Hervorhebung von mir]'
Ein weiteres logisches Dilemma, in das sich der weltfremde Philosophie-Professor manövriert hat. Er möchte suggerieren, daß ‘SIE’ - also die “writers of the script” - nicht genug vom Thema verstehen, um es richtig zu machen. Dabei haben ‘SIE’ bereits zwei Wochen nach den Anschlägen exakt diesen Theorie-Leitfaden selbst veröffentlicht. Natürlich kamen Zweifel zu der Echtheit dieses Schriftstückes auf (die sich letztlich auf die ‘westlich-geprägte’ Übersetzung des Schriftstückes fokussierten). An dieser Stelle soll lediglich gezeigt werden, daß die Theorie-Vorgabe bzgl. der ‘richtigen Abschiedsworte’ von der offiziellen Seite veröffentlicht wurde.
Ein FBI-Bericht vom Dezember 2003 (der sich wiederum auf die CVR-Auswertung der NTSB bezieht) diente im ‘9/11 Commission Report’ (S.14) als Grundlage für die dokumentierten Jarrah-Worte. Während des Moussaoui-Prozesses wurde der Voicerekorder im Gerichtssaal als Beweisstück eingebracht und ein Transkript freigegeben.
Im Transkript finden sich diese Worte dann tatsächlich auch weitgehend wieder 9:45.57: In the name of Allah. In the name of Allah.I bear witness that there is no other god, but Allah. (im Transkript aus dem arabischen übersetzt)
Sie bilden jedoch nicht den Schlusspunkt der Selbstmörder-Aktion. Hätte Jarrah den Verlauf der nächsten Minuten gekannt, hätte er möglicherweise wie aus dem Lehrbuch die korrekten Worte zum korrekten Zeitpunkt aufgesagt und nicht - wie auch die meisten Selbstmordattentäter im Irak - das ‘populärere’ “Allāhu Akbar, Allāhu Akbar” gerufen.
Und wer würde als erstes Zweifel anmelden, wenn die Hijacker ihre Texte wie nach einem Drehbuch aufgesagt hätten?
Nr. 1: Moussaoui
Für das Hin und Her bzgl. der Moussaoui-Aussagen gibt es eine Vielzahl an Erklärungsmöglichkeiten, da Moussaoui in diesem Spiel um Leben und Tod natürlich auch bestimmte Interessen verfolgt - inclusive den potentiellen Märtyrertod. Daher nur der Aspekt, den auch Fetzer besonders hervorhebt: Third, and most tellingly, and this must have been incredibly embarassing to the government. An FBI agent testified that he had been following Moussaoui. He had been observing him taking his flight training, he had suspected that he might be involved in a terrorist plot, even to fly planes into the Trade Towers, though he suggested later that was merely a lucky guess. He testified, under oath, that he had told his superiors about his suspicions. Not once, not twice. 70 times! And I say to you, 5 or 6 might be excused as ordinary incompetence, 20 or 25 may be criminal neglect, 70 times has to have been a matter of direct policy, deliberate policy. They were keeping the guys in reserve, so they could use them as a cover story when the government itself perpetrated these dastardly terrorist acts.
Wieder wird nur einen Teil der Geschichte angeboten, um daraus eine bestimmte Spekulation abzuleiten. Der fehlende Teil:
1. Die FBI-Agenten aus Minneapolis werden durch einen Hinweis des örtlichen PAN AM Ausbildungscenter am 15.08.2001 auf Moussaoui aufmerksam. Aufgrund der Schilderungen der PAN AM-Ausbildungsleiter gab es klare Verdachtsmomente gegen Moussaoui.
2. Moussaoui ist französischer Staatsbürger. Ausschliesslich wegen eines abgelaufenen Visums konnte er vorübergehend festgehalten werden.
3. Die Vermutungen der örtlichen FBI-Agenten bzgl. der terroristischen Zielsetzung Moussaouis führte - offiziell aufgrund der mangelhaften Beweislage - zu keinen weiteren Maßnahmen. Stattdessen wurde die Abschiebung nach Frankreich diskutiert, um den Fall den dortigen Behörden zu überlassen.
4. Die Vielzahl der Mitteilungen (‘70 times’) erreichten diverse Addressaten: Samit sends over 70 communications warning about Moussaoui to the following: The Hezbollah, bin Laden and Radical Fundamentalist Units at FBI headquarters (see August 20-September 11, 2001); Another FBI field office (see August 23, 2001); The CIA (see August 24, 2001); The FBI’s offices in Paris and London;Samit will later accuse the RFU of “criminal negligence” because they were trying to “run out the clock” to deport Moussaoui, instead of prosecuting him. (Quelle)The FAA; The Secret Service; The Immigration and Naturalization Service; and Another intelligence agency (possibly the National Security Agency). (Quelle)
Der Vorwurf des FBI-Agenten Harry Samit, der diese 70 Warnungen versandt hat, lautet: Samit will later accuse the RFU of “criminal negligence” because they were trying to “run out the clock” to deport Moussaoui, instead of prosecuting him. (Quelle)
Erst am 11. September gab das FBI Hauptquartier dem Fall Moussaoui oberste Priorität. In der Rückschau entpuppen sich die Bürokratismen als verheerend, ebenso wie das ignorante Verhalten einiger, namentlich bekannter FBI-Verantwortlichen. Die Versäumnisse des FBI Hauptquartiers wurden u.a. von der FBI Agentin Coleen Rowley im sogenannten ‘Bombshell Memo’ öffentlich gemacht.
Die ‘offizielle’ Version beinhaltet demzufolge bürokratisch-formalistische Erklärungsversuche. Es war absehbar, daß die Versäumnisse massive Kritik zur Folge haben würden.
Welchen Sinn macht das Szenario jedoch bei der Annahme des ‘vorsätzlichen’ Blockierens seitens der FBI-Verantwortlichen?
Fetzer spekuliert hierzu: They were keeping the guys in reserve, so they could use them as a cover story when the government itself perpetrated these dastardly terrorist acts.
Wie bitte?
FBI-Beamte setzen einen Monat vor dem Anschlag einen potentiellen Hijacker fest und sehen einen eindeutigen Anfangsverdacht. Der Philosophie-Professor versucht zu erklären, daß es die 19 arabischen Hijacker nicht gab und setzt an die Spitze seiner ‘Top Ten’ einen verhinderten Hijacker?
Was hätte das FBI davon abhalten sollen, den Mitarbeitern vor Ort freie Hand zu geben? Versagens-Vorwürfe wären vom Tisch gewesen, wenn das FBI-Hauptquartier im Vorfeld anders reagiert hätte. Der kurz bevor stehenden angebliche ‘Inside Job’ wäre durch eine frühzeitige Verhaftung nicht gefährdet worden, denn Moussaoiu konnte doch - nach Fetzers Logik - über einen ‘Inside Job’ überhaupt nichts wissen oder verraten. “Keeping In Reserve” ist demnach eine eigenwillige Spekulation, die umso fragwürdiger erscheint, wenn man den späten Zeitpunkt der Verhaftung betrachtet: Sie brachte dem FBI ausser Ärger nichts ein, führte trotzdem 2006 zu einer Verurteilung.
Die vermeintliche ‘Blockade’ des FBI-Hauptquartiers macht demnach in zwei Szenarien Sinn:
1. Im offiziellen Szenario - als fahrlässige Ignoranz und unflexible Paragraphen-Reiterei,
2. Im sogenannte LIHOP-Szenario. Zu diesem Szenario gehört die Annahme, daß bestimmte Kreise die islamistischen Hijacker aus strategischen Gründen gewähren liessen, um dies als Vorwand für eine bestimmte Politik zu benutzen. Hätte Moussaoui im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Anschlag etwas gewusst, hätte dies der Absicht der ‘Verschwörer’ im LIHOP-Sinne schaden können. Daher blockierten die FBI-Verantwortlichen vorsätzlich.
Wohlgemerkt im LIHOP-Szenario!
Genau dieses Szenario jedoch vertritt Professor Fetzer nicht.
Zur Erinnerung - Die Überschrift der Fetzer-Liste lautet: Top Ten Reasons For Thinking the 911 Hijackers Were Fake
‘Gefakte Hijacker’ gibt es nur in einem MIHOP-Szenario.
Fazit:
Keiner dieser angeblichen ‘Top Gründe’ erweist sich als eindeutig. Einige sind strittig bzw. nach dem Strohmann-Prinzip bearbeitet, andere nachweislich falsch. Die ‘Top Ten Gründe’ des ‘Scholars’-Vorsitzenden Professor Fetzer sind eine komprimierte Mixtur aus Spekulationen, Falschinformationen, Verdrehungen und logischen Fehlern.
Das sollen ‘TOP’-Indizien sein?
Dann stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Wert der restlichen Indizien.
Mit der Gründung der ‘Scholars for 9/11 Truth’ im Dezember 2005 hat Fetzer in Zusammenarbeit mit Professor Steven Jones dem ‘Truth Movement’ den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Seriösität verleihen wollen. Zahlreiche Protagonisten des heterogenen ‘Truth Movement’ haben sich zwischenzeitlich jedoch von Professor Fetzer und seinen Methoden distanziert - u.a. auch Steven Jones (Bsp.,Bsp.,Bsp.).
Die Fetzer-gesteuerte Organisation ‘Scholars for 9/11 Truth’ bleibt jedoch präsent und trägt zur Desinformation weiter bei.
Fetzer failed again ... and again
Im Mai 2008 erschien das Buch ‘Firefight - Inside the Battle to save the Pentagon on 9/11’. Ausführlich werden die Rettungsmaßnahmen und die vielfältigen Schwierigkeiten in der unmittelbaren Zeit nach dem Flugzeugeinschlag beschrieben. Einige Passagen beschreiben, wie viele kleine und größere Überreste im Gebäude gefunden und separiert wurden, ebenso die Probleme der Identifizierung. Einige Passagen führen jede ‘NoBoeing’-Spekulation ad absurdum: Finally, they found several airplane seats, piled among the usual mounds of upturned office furniture and random wreckage. A couple of the seats still had bodies belted into them, which had already been found and marked for the FBI. Most of the workers inside were conscientious about not gawking, yet the seats attracted a lot of attention. They were the first objects the nonaviation experts had seen that unmistakably belonged to an airplane. (Firefight, S. 373)
The airplane had nearly disintegrated, but Dan Fitch’s group found several huge cogs, bent and blackened, that weighed a couple hundred pounds each; it took a couple of workers to handle each one. Ohter objects nearby looked like large gears, and strips of metal that appeared to be fan blades. Workers realized they were pulling apart the remnants of one of the aircrafts two engines. The aluminium cowling that had encased it all had been torn away, but the guts of the engine were there. (Firefight, S. 425f)
FEMA crews used a blowtorch to free the core of the motor from the column in which it was embedded. Then Fitch and several others used pieces of six-by-six to pry the motor loose from the column and push it off the pile. With the help of some Old Guard troops, they rolled the heavy piece of machinery onto a dolly and finally managed to push it outside. The whole effort took the better part of an entire shift. (Firefight, S. 426)
As crews dug deeper, unmistakable remnants of a passenger plane were everywhere. Wallets, shoes, jewelry, and the everyday items that had been stuffed into dozens of suitcases were littered throughout the debris. (Firefight, S. 426)
MOSAIK911 hat mehrmals auf die ungewöhnlichen Umstände des Absturzes als potentielle Erklärung für das ungewöhnliche Schadensbild hingewiesen. Auch in diesem Buch wird thematisiert, wie selbst beteiligte Rettungskräfte das Geschehen kaum einordnen konnten: An NTSB official was nearby, and Regan asked him about the strange patterns of destruction. “I dont understand why we’re not seeing more airplane parts”, she said. The NTSB expert, more familiar with the dynamics of airplane crashes, described the plane as a projectile that self-destructed from front to back. “Imagine if you took a banana and pushed it through a grinder. Everything goes through the part thats in front of it. Thats what happened here. The only reason those seats survived is because they were from the rear of the plane.” (Firefight, S. 373)
Im Juni 2009 demonstriert der Philosophie-Professor erneut, wie die Verknüpfung eines simplen Strohmann-Argumentes mit einer pseudo-wissenschaftlichen Hypothesen-Bildung funktioniert: The debris is wrong for a Boeing 757: no wings, no fuselage, no seats, no bodies, no luggage, no tail! Not even the engines, which are made of titanium and steel, were recovered. The probability that a real Boeing 757 would leave no wings, no fuselage, no seats, no bodies, no luggage and no tail at the point of impact approximates zero. The probability that an absent plane would leave no wings, no fuselage, no seats, no bodies and such at the point of impact approximates one—although, of course, planted evidence is not ruled out. As long as one is greater than zero, the hypothesis there was no real Boeing 757 has the higher likelihood. [...] The probability that a real Boeing 757 could have hit the Pentagon and not left debris from its wings and tail or even its engines—not to mention bodies, seats, and luggage—is zero. (Quelle, 10. Juni 2009)
Es spielt keine Rolle, wie oft der ‘Truthseeker’-Professor die Behauptung wiederholt, es wären keine Leichen, Sitze, Gepäckstücke gefunden worden - die Behauptung ist unwahr, wenn man beteiligten Rettungskräften glauben darf.
Anders formuliert: Durch Rettungskräfte bestätigte Funde werden nicht mal mehr in Zweifel gezogen, sie werden vom ‘Truthseeker’-Professor konsequent verleugnet.
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