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Die LC-Crew erwähnt dies auch auf der eigenen Website: We highly encourage you to take it upon yourself to research the events of 9/11 for yourself and come to your own conclusions. Nach einem Site-Relaunch wurde auch der folgende Satz entfernt: Also, take nothing we say at face value
Der Kommentar der linken Wochenzeitung Jungle World hierzu: Immerhin aber entkräften Avery und Rowe ihren eigenen Videoclip gleich auf ihrer Website: »Nehmt nichts für bare Münze, was wir euch sagen«, heißt es da. Danke. Schon passiert.
Die LC-Boys wurden mit zahlreichen Vorwürfen und Widerlegungen konfrontiert - Mit-Verantwortlicher Korey Rowe (22) begegnet dem mit einem bemerkenswerten Rechtfertigungsversuch: ROWE: What I encourage people to do is go out and research it themselves. We don't ever come out and say that everything we say is 100 percent. We know there are errors in the documentary, and we've actually left them in there so that people discredit us and do the research for themselves -- the B52 (remarked to have flown into the Empire State Building), the use of Wikipedia, things like that. We left them in there so people will want to discredit us and go out and research the events yourself and come up with your own conclusions. That's our whole goal, to make Americans think. To wake up from the 16 amps of your television to watch something and get a passion in something again. (Quelle, August 2006, Hervorhebung von mir)
Eine ‘Dokumentation’, die beabsichtigt Fehler enthält, um sich diskreditieren zu lassen und eigene Recherchen anzustoßen? Ein Blick in diverse Foren genügt, um die Naivität dieses angeblichen ‘Aufklärungsstrategie’ zu erkennen - 99% der LC-Konsumenten zeigen sich nur erschrocken und ratlos und empfehlen das Video ungeprüft weiter.
Auch Jason Bermas verwendet gelegentlich bemerkenswerte Rechtfertigungen, wenn ein Verleumdungsversuch daneben ging: I would just like to apologize for the comment I made to one Abby Scott on September 9th of this past year. I made the MISTAKE of saying that the firefighters were paid off, I did not mean this, and am convinced some sort of Jedi Mind trick was pulled on me. [...]" (Quelle)
Hollywood spielt in der Köpfen dieser Jungs offensichtlich eine prägende Rolle.
Dylan Avery (22) legte im Dezember 2006 nach: We made that film essentially as a bunch of kids. That’s the reality of the situation; we were a bunch of kids tackling a subject far beyond the scope of any one documentary. I would be the first to admit that our film definitely contained errors, it still does contain some dubious claims, and it does come to some conclusions that are not 100% backed up by the facts….Loose Change is not really a very fair representation of the 9-11 Truth Movement. (Quelle)
Fehler, dubiose Behauptungen, unbelegte Schlussfolgerungen - Eigenbeschreibungen des Video-Produzenten.
Für kritische Betrachter dieses Videos ist das natürlich nichts Neues. Eine Folge sind einige kritische Reviews, die sich teilweise oder gänzlich mit dem Inhalt des Videos auseinandergesetzt haben - in unterschiedlicher Qualität.
Eine Betrachtung fast aller Behauptungen findet sich unter 911research.wtc7.net Die deutsche Übersetzung findet sich unter www.infokrieg.tv Ein weniger systematisches Review findet sich unter 911research.wtc7.net. Unter www.lolloosechange.co.nr findet sich das Video mit ergänzenden Kommentaren - sozusagen die direkte ‘Gegenversion’. Eine Punkt-für-Punkt-Betrachtung findet sich auch unter www.ccdominoes.com (doc-file). Dort heisst es u.a.: [...] in this hour and twenty-minute video I counted 81 errors of fact [...] I counted 345 instances of conjecture not supported by evidence, [...]” Ein weiteres systematisches Review findet sich unter internetdetectives.biz
MOSAIK911 weist ausschliesslich anhand konkreter Beispiele auf die Methoden der Zweifel-Protagonisten hin. LOOSE CHANGE avancierte zeitweise zum multimedialen Flagschiff des Truth Movement (noch heute empfehlen die Scholars for 9/11 Truth dieses Video für Einsteiger zum Thema) und soll deshalb als Aufhänger dienen, um die Konzentration von ‘Irrtümern’ und Methoden zu dokumentieren. Die Ausführungen beschränken sich zunächst auf den Part, der American Airlines 77 und das Pentagon betrifft. (die Vielzahl der Behauptungen macht es sehr aufwendig, auf alles detailliert und umfassend einzugehen; weitere Teile sollen noch folgen)
MOSAIK911 wählt diesen Part bewusst als Einstieg, weil der LC-Produzent höchstselbst folgendes verkündete: I've found that the Pentagon is the easiest sell. (Dylan Avery am 09.08.2005, mp3-Quelle)
Teil 2 - American Airlines 77 und das Pentagon
12:15-12:45 Ein Rumsfeld-Zitat wird eingeblendet (hervorgehobener Part): It is a truth that a terrorist can attack any time, any place, using any technique and it's physically impossible to defend at every time and every place against every conceivable technique. Here we're talking about plastic knives and using an American Airlines flight filed with our citizens, and the missile to damage this building and similar (inaudible) that damaged the World Trade Center. The only way to deal with this problem is by taking the battle to the terrorists, wherever they are, and dealing with them. (Quelle)
Das Zitat dient als Einstimmung dieses Themenblockes (Vgl. hierzu die Einstimmungs-Taktik von Thierry Meyssan). Das Zitat ist ausschliesslich durch die Pentagon-Presseabteilung verfügbar. Demnach verbreitet die Verschwörer-Schaltzentrale Pentagon ein Geständnis ihres Bosses (bis zum heutigen Tage), ohne das scheinbar eindeutige Zitat a) in ihrem Sinne zu manipulieren oder b) frühzeitig völlig verschwinden zu lassen.
Es gibt hierzu zwei Standpunkte: 1) Offizielle (‘OVT’) Perspektive: Nichts rätselhaftes. Rumsfeld hat lediglich beschrieben, wie eine Passagiermaschine - einer Rakete ähnlich - als todbringendes Geschoss mißbraucht wurde. Daher bleibt das Transkript mit diesem Zitat weiterhin online verfügbar. 2) ‘VT’-Perspektive: Rumsfeld hat zugegeben, daß eine Rakete eingesetzt wurde, um das Pentagon zu treffen. Das Pentagon veröffentlicht dieses ‘Geständnis’, weil..... ?
Die Logik der zweiten Variante findet ihren Ausdruck in dieser Behauptung: Rummy’s “missile” remark was bait to set up the “no plane” hoax. (Quelle)
Die VT-Protagonisten ignorieren u.a. die Passage [...] and using an American Airlines flight filed with our citizens. Wofür wurde Flug AA 77 in diesem Kontext benutzt, wenn nicht als “missile”? Ersetzt man ein winziges Wörtchen (“and the missile” gegen “as the missile”), werden die Interpretationsversuche noch fragwürdiger.
Ein vergleichbares Zitat von Condoleezza Rice: [...] that they would try to use an airplane as a missile, a hijacked airplane as a missile. [...] (Quelle, Hervorhebung von mir)
Die Verwendung des ‘missile’-Begriffes findet sich auch in weiteren Rumsfeld-Statements: However, I don’t recall receiving anything in the months prior to 9/11 that suggested terrorists might take commercial airliners and use them as missiles to fly into buildings like the World Trade Center Towers or the Pentagon. (Quelle)
Die naheliegendste Erklärung wäre demnach ein simpler Übertragungsfehler im zitierten Transkript (das offensichtlich von einer mäßigen Tonbandaufnahme stammte, siehe die mehrfachen “inaudible”-Vermerke). Eine nachträgliche Korrektur hätte selbstverständlich ebenfalls Spekulationen produziert.
12:53-13:08 Hani Hanjour fliegt angeblich in einer 330 Grad Kurve mit 850 km/h, und 2000 Meter Höhenabfall in 2,5 Minuten, den Flug 77 in das Erdgeschoss des Pentagons.
Die LOOSE CHANGE-Darstellung entspricht der Version, die kurz nach dem Anschlag in den Medien auftauchte. Sie hat ihren Ursprung bei CBS vom 21.09.2001: Radar shows Flight 77 did a downward spiral, turning almost a complete circle and dropping the last 7,000 feet in two-and-a-half minutes.
Die offizielle Version hingegen liest sich anders - u.a. im 9/11 Commission Report festgehalten: At 9:29, [...] the aircraft was at 7.000 feet and approximately 38 miles west of the Pentagon. [...] At 9:34, [...] American 77 was then 5 miles west-southwest of the Pentagon and began a 330-degree turn. At the end of the turn, it was descending through 2.200 feet.
Das Flugzeug befand sich acht Minuten und 38 Meilen entfernt vom Pentagon-Einschlag auf 2000 Höhenmeter (7000 Fuß) Die 330-Grad-Schleife umfasste einen Zeitraum von ca. drei Minuten (sie begann ca. 9:34). Nach der offiziellen Version hatte die Maschine ausgangs der Schleife noch eine Höhe von ca. 2000 Feet (ca. 600 Meter) und raste dann mit voller Geschwindigkeit im geradlinigen Sinkflug in das Gebäude. (Quelle)
LOOSE CHANGE propagiert im Jahre 2006 demnach eine verkürzte Falschdarstellung aus dem Jahre 2001 statt der maßgeblichen offiziellen Darstellung.
In einer niederländischen TV-Dokumentation aus dem Jahr 2006 wurde das maßgebliche Flugmanöver in einem professionellen Flugsimulator nachgeahmt. Fazit: We do it three times and three times we hit the Pentagon.
LOOSE CHANGE präsentiert anschliessend zwei Zitate, die auf der überholten Falschdarstellung basieren:
13:10-13:22 Flight 77 could not possibly have flown at those speeds which they said it did without going into a high speed stall.” The airplane won’t go that fast when you start pulling those high G maneuvers. That plane would have fallen out of the sky...” (Russ Wittenburg, commercial and Air Force Pilot)
Angeblich unkontrollierbare “high G Manöver” existieren nur im Zusammenhang mit der Falschdarstellung der Anflugkurve (Details zur angeblichen Kamikazekurve). Die Behauptungen wurden kein einziges Mal überprüfbar belegt. Technische Aspekte (u.a. ‘ground effect’ und ‘high speed stall’) sowie die tiefe Anflugsituation werden u.a. in einer Stellungnahme des ehemaligen Navy-Piloten Karl Rader erörtert (Quelle), ebenso in der oben erwähnten TV-Doku sowie auf einer informativen Site von Luftfahrt-Ingenieuren: This whole ground effect argument is ridiculous. People need to realize that crashing a plane into a building as massive as the Pentagon is remarkably easy and takes no skill at all. Landing one on a runway safely even under the best conditions? Now that's the hard part! (Quelle)
Der zitierte Pilot Russ Wittenburg ist zudem nicht unbefangen. Er war u.a. an folgender Publikation beteiligt: [...].all the information that we have collected in writing a book called PAINFUL QUESTIONS. I was the aviation technical consultant on a book called PAINFUL QUESTIONS. (Interview mp3).
Das Buch PAINFUL QUESTIONS (eines der frühen Machwerke, auf das sich zahllose spätere Truth-Protagonisten berufen), stammt vom bekennenden Holocaust-Leugner Eric Hufschmid.
Welches Flugobjekt hat nach Wittenburgs Meinung das Pentagon getroffen? We think, as you may have heard before, it was a cruise missile which had one single jet engine. And that hole which you've seen was made by that single jet engine. Otherwise, if a 757 hit that building, you'd have two holes. (Interview mp3, Transkript)
Russ Wittenburg - ein Pionier-Protagonist der längst widerlegten Missile-These (siehe auch Raketenloch).
13:40-15:12 Zuerst: Treffen wir Hani Hanjour. Hanjour kam einen Monat vor dem 11.9. zum Freeway Flughafen in Maryland um ein Kleinflugzeug zu mieten. Aber als Hanjour 3 Testflüge in der zweiten August-Woche absolvierte, hatte er Probleme eine einmotorige Cessna 172 zu navigieren und zu landen. Marcel Bernard, Fluglehrer in Freeway: “[...] er hatte schon einen Flugschein. Er kam nicht zu uns, um Flugunterricht zu nehmen. [...] Er besaß eine Pilotenlizenz für privaten, kommerziellen und Instrumentenflug [....] Die allgemeine Einschätzung war, daß er ruhig war, durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Flugfähigkeiten. Sein Englisch war sehr schlecht. Also, das ist die beste Beschreibung über sein Verhalten, die ich ihnen geben kann. Zu der Zeit sehr unspektakulär aus meiner Perspektive.”
Unspektakulär oder unfähig? Die Motivation von Hani Hanjour wird in dieser Beschreibung deutlich: Das nötigste Rüstzeug für die geplante Tat hatte er sich angeeignet. (Detaillierter zu den Piloten-Qualifikationen) Zudem gilt zu beachten, daß Fluglehrer gewisse Maßstäbe und Erwartungen an einen Piloten mit dem formalen Background des Hanjour anlegen: Ein ‘normaler’ Pilot hat z.B. die Motivation, die englische Sprache - im regulären Flugverkehr unverzichtbar - bestmöglich zu beherrschen Hanjour benötigte diese hingegen nur, um durch die Prüfungen zu kommen. Hanjour hatte nie Interesse daran, später mit irgendeinem Tower im Flugverkehr zu kommunizieren. Seine Englisch-Kenntnisse können demnach lediglich vergleichsweise schlecht gewesen sein. Der spätere Hijacker hatte zudem nur sekundäres Interesse daran, Flugzeuge zu starten oder regulär zu landen. Beide Manöver sind jedoch flugtechnisch am anspruchvollsten, für Hanjour eher ein notwendiges Übel in der Ausbildung. Das spätere Zielobjekt ‘Pentagon’ bot eine ganz spezielle Herausforderung: Einen Sinkflug auf das flächenmäßig größte Bürogebäude der Welt, also ein Objekt in der Höhe von 0-30 Meter nach kilometerlangem Anflug zu erreichen. Hanjour flog zu diesem Zweck eine 330-Grad-Schleife, die zur Herausforderung und Qualifikation passen könnte.
Deshalb ist wenig überraschend, was derselbe Fluglehrer in einem anderen Interview über Hanjours Qualifikationen zu sagen hat: Despite Hanjour's poor reviews, he did have some ability as a pilot, said Bernard of Freeway Airport. "There's no doubt in my mind that once that [hijacked jet] got going, he could have pointed that plane at a building and hit it," he said. (Quelle, Hervorhebung von mir)
Kein Zweifel?
15:15-15:24 Trotzdem Fluglotsen am Flughafen Dulles Flug 77 am Bildschirm beobachteten, dachten alle, daß es ein Militärflugzeug sei.
Der Transponder von AA77 war deaktiviert, es gab keine Flugzeugkennung. Es wurde nur ein Primärsignal empfangen. Die Fluglotsin dazu: Then I noticed the aircraft. It was an unidentified plane to the southwest of Dulles moving at a very high rate of speed. I had literally a blip and nothing more. (Quelle)
Eingeblendet wird dieses Zitat der Fluglotsin Danielle O’Brien: The speed, the maneuverability, the way that he turned, we all thought in the radar room, all of us experienced air traffic controllers, that that was a military plane. (Quelle)
Auch dieses Zitat muss im Kontext betrachtet werden, der Folgesatz z.B. vermittelt einen Eindruck des Gedankenganges: You don't fly a 757 in that manner. It's unsafe. (Quelle, Hervorhebung von mir)
Unsicher, nicht unmöglich!
Die zitierte Fluglotsin beschreibt m weitergehenden Interview eindeutig, daß der Gedanke an einen Militärjet in dem Moment aufkam, als das unidentifizierte Flugobjekt vom vermuteten Zielobjekt ‘White House’ abdrehte. Die Fluglotsin beschreibt dies folgendermaßen: In the room it was almost a sense of relief. 'This must be a fighter. This must be one of our guys sent in - scrambled to patrol our Capitol and to protect our president.” (Quelle, detaillierter zu dem Fluglotsen-Mißbrauch)
Sie sagt noch etwas in diesem Interview: [...] You know, American 77, I saw him. I saw it all. (Quelle)
Das sagt dieselbe Fluglotsin in einem Interview mit einem Mainstreammedium. Dasselbe Interview, das von Verschwörungstheoretikern als Beleg für einen angeblich beobachteten Militärjet benutzt wird.
15:25-15:50 Zweitens: Die Lichtmasten. [...] Flug 77 brachte es fertig, fünf Lichtmasten komplett aus dem Boden zu reißen, ohne daß die Flugzeugflügel oder die Lampen zerstört wurden. Stattdessen sehen die Lichtmasten aus, als ob sie einfach aus dem Boden gerissen worden seien.
Die Lichtmasten wurden nicht “aus dem Boden gerissen” und sehen bei näherer Betrachtung auch nicht so aus. Die Konstruktion der Lichtmasten ist darauf ausgelegt, bei einer Kollision mit einem massiven Objekt nachzugeben - das haben sie getan. Auf den folgenden Bildern ist das Konstruktions-Prinzip und der direkte Vergleich eines abgerissenen und eines intakten Mastes zu sehen: Der Lichtmast setzt auf einen Sockel auf.
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