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Das Problem mit der Abwehr

In Washington D.C befindet sich ein riesiges Bürogebäude, in dem 23.000 Menschen arbeiten - das Pentagon. Mit einer Fläche von 117.000 qm und einer Bürofläche von über 340.000 qm zählt das Pentagon zu den größten Bürogebäuden der Welt (Quelle).
Im Kriegsfall gilt das Pentagon als eines der Nervenzentren der Kriegsführung. Welchen Angriffen sieht sich das Gebäude in diesem Fall ausgesetzt?

Es handelt sich primär um Raketen-Angriffe, die ausserhalb des eigenen Territoriums initiiert werden. Solch eine Raketenabwehr findet nicht vor der Haustür statt, sondern umfasst ein komplexes Abwehr-Konzept ausserhalb Washingtons.

Flugzeuge aus dem Inland stellten vor dem 11. September 2001 hingegen keine Gefahr dar, für die sich ein aufwendiges und kostenintensives Abwehrsystem lohnen würde. Das Pentagongebäude befindet sich nur zwei Kilometer nördlich vom Ronald Reagan National Airport und dessen Einflugschneise. Ein potentielles Risiko liess sich daher nicht ausschliessen.
 

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Quelle: GoogleEarth

Aus der Lage des Gebäudes ergibt sich zwangsläufig eine Problematik, die in den folgenden Ausführungen zusammengefasst wird:
Defense Department officials actually considered a terrorist scenario in which Islamic fundamentalist martyrs crashed planes into the otherwise impregnable Pentagon, but they ruled out countermeasures, such as anti-aircraft batteries and radar, as too costly and too dangerous to surrounding residential areas, [...]
What's more, the airspace over the Pentagon, which is next to Reagan National Airport, is heavy with flight traffic, making engagement of threatening commercial aircraft too risky, the official says. [...]
And the air traffic is heavy. We've got helicopters [carrying mostly Pentagon brass] coming in and out several times a day. And aircraft [from Reagan National] come in right down the [Potomac] river within a couple hundred yards of us," he added. "It's a tough nut. I mean, what do you do? Do you engage? If you do, do you end up with even more [civilian] casualties? The [gunned-down] plane could land anywhere.
(Quelle)

But across the Potomac River, airplanes frequently pass over the Pentagon as they take off and land at Ronald Reagan National Airport, 1½ miles to the southeast. However, there have been no public calls to increase flight restrictions around the military headquarters. [...] Reagan National handles about 600 commercial flights and 100 private flights a day. [...] Defending the federal centers with anti-aircraft missiles also would be complex. A Patriot PAC-3 anti-aircraft missile has a range of 10 miles, while other anti-aircraft missiles have maximum range of up to 20 miles, close enough to threaten a plane circling Dulles. The split-second command and control issue of when to open fire with fighters or missiles would be a challenge. “Do you want to give a 23-year-old a two-second life-or-death decision?” Brannan asked. (Quelle)

Diese Ausführungen beschreiben - neben dem Kostenfaktor - das zentrale Problem einer hypothetischen Raketenabwehr von Flugzeugen:
Innerhalb weniger Sekunden müsste tagtäglich entschieden werden, welches der hunderte regulären Flugzeuge evtl. eine Gefahr darstellen könnte.

Ein Gedankenspiel verdeutlicht die Problematik: Eine Boeing wird entführt und gezwungen, auf dem Ronald Reagan Airport zu landen. Oder soll die Maschine vielleicht doch ins Pentagon gelenkt werden? Oder ins Weiße Haus?
Wer soll in diesem Fall die Entscheidung treffen, eine Passagiermaschine ‘vorsorglich’ abzuschiessen?
Alternatives Gedankenspiel: Die Funkanlage fällt aus und Motor-Probleme machen es notwendig, diesen Flughafen ungeplant anzusteuern.

Zu weit hergeholt? In einem Artikel der Washington Post vom 08. Juli 2004 wird berichtet, wie einige Vorfälle fast zu “shoot downs” geführt hätten - allerdings ausschliesslich durch den Einsatz von Abfangjägern:
McKinley has said orders to shoot down aircraft are practiced "probably eight to 15 times a week. [...] The number of aircraft violating the no-fly zone fell from 164 in the six months before Jan. 20, 2003, to 30 after that date through May, 14, 2004.
All 30 intruders were successfully identified, Beardsworth said. By comparison, another federal official said that two years ago, military jets could identify and intercept only about 40 percent of intruders in training drills.
(Quelle)

Auch bei der folgenden kritischen Situation  reagierte keine ‘Raketenabwehr’:
On June 19, 2002, a Cessna flew over the capital area before it could be intercepted, prompting the evacuation of Vice President Cheney from the White House. Military officials at the time acknowledged that aircraft could reach targets in Washington before they were intercepted by fighters on ground alert. (Quelle)

Am 12. September 1994 stürzte eine gestohlene Cessna auf den Rasen des Weissen Hauses und traf das Gebäude marginal (Quelle).

Raketenabwehr? Wieder Fehlanzeige!

Nach diesem Vorfall wurden die Sicherheitsvorkehrungen für das Weiße Haus  anscheinend erweitert.
Unlike the White House, the Pentagon has no anti-aircraft batteries to defend against attacks from the air. “It's tough to defend such a big building," the Pentagon official said. (Quelle)

Das Statement enthält eine mögliche Erklärung warum ein Gebäude solchen Schutz erhält, ein anderes nicht: Es handelt sich um Objekte mit unterschiedlichem Symbolwert und Anforderungen.

Als Reaktion auf den Anschlag vom 11. September 2001 wurden mobile Raketenabwehrsysteme in Washington D.C. aufgefahren:
For the first time since the Cuban missile crisis almost 40 years ago, armed missile launchers will be protecting the nation's capital by day's end Tuesday -- a precaution that comes amid a heightened alert status on the eve of the one-year anniversary of the September 11 attacks. (Quelle)

For the first time since ....?
 

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The Pentagon decided Tuesday to arm portable surface-to-air missile launchers deployed around Washington. (Quelle)

Anlässlich der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta wurden besondere Luftschutzmaßnahmen diskutiert, wie der ranghöchste Terrorismus-Experte Richard Clarke im Buch Against All Enemies beschreibt:
Der Gedanke, daß ein Flugzeug Washington angreifen könnte, schien vielen Menschen abwegig, und das Risiko, das mit dem Abschuss eines Flugzeuges über einer Stadt verbunden war, wurde für viel zu groß erachtet. Ausserdem, so argumentierten die Gegner des Plans, würde die Air Force immer Jagdflugzeuge zum Schutz von Washington einsetzen, falls es einmal Schwierigkeiten geben sollte. In einigen Fällen, in denen Flugzeuge entführt wurden (auch in einem Fall, wo wir das irrtümlich glaubten), fing die Air Force in der Tat die Linienmaschinen mit Jägern ab.
Es gelang uns immerhin, die Erlaubnis zu bekommen, daß der Secret Service weitere Optionen für den Luftschutz prüfte, etwa die Aufstellung von Raketeneinheiten in der Nähe des Weißen Hauses. Die meisten Personen, die von unseren Bemühungen erfuhren, ein Luftschutzsystem aufzubauen für den Fall, daß Terroristen versuchten, Flugzeuge in das Kapitol, das Weiße Haus oder das Pentagon zu fliegen, hielten uns schlicht für verrückt. (Against All Enemies, S. 179f)

Bis zu diesem Punkt gibt es also nichts, das auf Raketenabwehr-Batterien im/um/auf dem Pentagongebäude hindeuten würde.
 

Fünf Abwehrbatterien - Null Beweise - Unendliche Fantasie

Im Jahr 2002 hatte Thierry Meyssan seinen Auftritt als Pionier der Zweifler. Er gilt als Urheber des folgenden Gerüchtes: 
We also know that these anti-aircraft defenses include five batteries of missiles installed on top of the Pentagon and fighters at the Presidential airbase of Saint Andrews. (The Big Lie. S. 18)

Fünf Batterien hochentwickelter Abwehrraketen schützen den Sitz der US-Armee vor jedem Luftangriff. (Pentagate, S. 49)

It is also obviously impossible that a Boeing 757 could enter the Pentagon's air space without being destroyed by one or more of the five missile batteries protecting the building. (Meyssan-Vortrag, April 2002)

Fünf Abwehr-Batterien?

Natürlich, das Pentagon hat ja auch fünf Seiten.

Hört sich etwas naiv an - Thierry Meyssan scheint es jedoch ernst zu meinen. Weitere Protagonisten übernahmen das Gerücht:
Laut dem französischen Autor Meyssan wird das Pentagon von ‘fünf Batterien hochentwickelter Abwehrraketen’ geschützt. (Gerhard Wisnewski, Operation 9/11, S. 147)

Wisnewski hat eine Meisterleistung zu bieten, um die Legende zu begründen:
Gerhard Wisnewski: Natürlich hat das Pentagon ein solches Raketensystem, denn schließlich musste es ja auf einen Angriff mit Raketen, früher zum Beispiel durch die Sowjetunion, gefasst sein. (Quelle)

Eine fast geniale Abwehrstrategie eines Theoretikers:
Die Russen schiessen in 5.000 Kilometer Entfernung ihre Rakete ab und im Innenhof des Pentagons steht eine Abwehrbatterie mit einer Reichweite von max. 40 Meilen (Quelle).
Zudem sind laut Meyssan fünf Batterien vorhanden. Man kann ja nie wissen, aus welcher Richtung der Raketen-Angriff kommt.

Der Religionsprofessor und führende ‘Truthseeker’ David Ray Griffin glaubt ebenfalls nahezu alles und verkauft entsprechend auch diese Legende als Faktum:
Although some news reports have said that the Pentagon, unlike the White House, has no such missiles, the Pentagon is in fact, Meyssan points out, protected by 'five extremely sophisticated antimissile batteries. (The New Pearl Harbour, David Ray Griffin, S. 33) 

Nachdem diese unbelegte Behauptung u.a. von Griffin übernommen und verbreitet wurde, stellt der ‘Truthseeker’ scheinheilig die dazugehörigen Fragen:
Is it not true, as has been reported that the Pentagon is protected by five very sophisticated anti-missile batteries? It is not true that they are set to fire automatically if the Pentagon is approached by any aircraft not sending out a “friendly” signal from its transponder- meaning any aircraft other than one belonging to the US military. (The 9/11Commission Report: Omissions and Distortions, 2005, S.36)

Der Theologie-Professor wird von manchem ‘Truthseeker’ noch immer als “schärfste Waffe” und “begnadetem Denker” des Truth Movements bejubelt. (Quelle bzw. Quelle). Ein Radio-Interview vom Oktober 2007 zeigt die Realität:
Well, many buildings have missiles on them, anti-aircraft missiles. And the airspace that is over this triangle, that connects the White House and the Pentagon, is prohibited airspace. That means it is not only restricted, it is absolutely prohibited to any commercial aircraft. And so, you would know, and many people have said, that there are anti-aircraft missiles on the Pentagon, which are sensitive to any unfriendly transponders, and that would mean, only military planes are allowed to fly over there. And so if you had a commercial aircraft, it would automatically be shot down. So those would have had to have been turned off. (Quelle, Hervorhebungen von mir)

Griffin liefert mit seinen eigenwilligen Ausführungen weitere Argumente gegen die Legende von der ‘Anti-Flugzeug-Raketenabwehr’.
Durch den angeblich ‘verbotenen Luftraum’ fliegen täglich über 600 Passagierflugzeuge.

Der angeblich ‘verbotene Luftraum’ erstreckt sich nicht vom Weißen Haus zum Pentagon, sondern beschränkt sich auf zwei begrenzte Zonen über dem Weißen Haus und dem Kapitol - Prohibited Airspace P-56:
 

Pentagonairspace
p56-faa02

Quelle

Um diesen kritischen Bereich nicht zu verletzen, existieren Regelungen, z.B. Washington National Airport Prohibited Area (P56) Avoidance Procedures bzw. Anflug-Datenblatt
Für die Flight Restricted Zone (der eingezeichnete Kreis auf der oberen Abbildung) existieren ebenfalls ausführliche Anweisungen - von einem Flugverbot ist nicht die Rede.

Nach dem 11. September 2001 wurde für den Großbereich um Washington D.C. eine streng reglementierte Air Defense Identification Zone (ADIZ) eingerichtet (Quelle) - normalerweise ein Instrumentarium der Landesgrenzen. Von einem Flugverbot ist auch hier nicht die Rede.

Die hochsensiblen Flugzonen und ihre Regelungen wurden vor und nach dem 11. September 2001 über Jahre tausendfach verletzt:
As of May 12, 2005, there have been approximately 1,682 pilot deviations filed for violations of the restricted airspace in and around the National Capitol Region since the ADIZ was put in place February 13, 2003.
As of May 12, 2005, there have been 2,211 security-related airspace violations in the Washington, D.C. area. This includes violations of the FRZ, P56, P40 (Camp David), and other violations that occurred before the ADIZ was put into effect.
(Quelle)

Entsprechend eigenwillig erscheint auch die Behauptung von Barbara Honegger über den hochfrequentierten Luftraum:
Only a military aircraft, not a civilian plane flown by al Qaeda, would have given off the "Friendly" signal needed to disable the Pentagon’s anti−aircraft missile batteries as it approached the building. (Quelle)

Auch maßgebliche ‘Truthseeker’-Seiten wie 911truth.org verbreiten das Gerücht wie ein Faktum:
NOTE: The Pentagon is known to be ringed with anti-aircraft batteries.

Der deutschsprachige Blog Schall&Rauch verbreitet ebenso zuverlässig Gerüchte als Fakten:
9:37 – Das automatische Flugabwehrsystem des Pentagon ist nicht aktiv und beschützt nicht das Gebäude, obwohl so eins im Innenhof installiert ist.

Andere ‘Truthseeker’-Seiten verpacken das Gerücht in eine Frage:
Why didn’t any of the Pentagon’s five antiaircraft batteries shoot the plane down? (911truthseekers.org, August 2006)

Eine ‘Truther’-Absurdität bietet 911research.wtc7.net. Unter der Überschrift “Facts ignored by Popular Mechanics” steht u.a. folgendes:
The Pentagon is surrounded by restricted airspace, and presumably has missile batteries that would fire on any approaching aircraft failing to identify itself as friendly.

“Vermutlich, möglicherweise, wahrscheinlich” - bei ‘Truthern’ ein Faktum.

Wieder einmal gibt es nämlich ein grundlegendes Problem: Der Urheber der Legende Thierry Meyssan kann seine Behauptung weder nachvollziehbar noch unabhängig überprüfbar belegen.
Thierry Meyssan, who has referred to these anti-missile batteries (Pentagate [London: Carnot, 2002], 112, 116), has said with regard to his source of information: The presence of these anti-missile batteries was testified to me by French officers to whom they were shown during an official visit to the Pentagon. This was later confirmed to me by a Saudi officer. (Quelle)

Mit anderen Worten: Man muss ihm Informationen aus zweiter Hand glauben, denn er bietet nichts überprüfbares an.

Es handelt sich demnach um eine reine Glaubensfrage - jeder muss sich selbst die Frage stellen, warum der französische Hoaxer an dieser Stelle plötzlich glaubwürdig sein sollte.

Bestens ins Bild passt die einzige namentlich bekannte Quelle, die eine Raketen-Flugabwehr im Pentagongebäudes gesehen haben will:
Es handelt sich um John Judge. Leider hat aber auch der LIHOP-Theoretiker nichts weiter anzubieten als eine angestaubte Kindheits-Anekdote aus den 50er Jahren. (Detaillierte Darstellung)
Es verwundert daher nicht, daß dieser John Judge eine ganz eigenwillige Version des Geschehens kolportiert, wohlweislich als Gerücht verpackt:
I cannot corroborate this, but someone at a public meeting told me that a friend who worked at the Pentagon said that a missile was fired on 9/11 from the Pentagon and that it struck Flight 77. If true, this might explain the FBI's reluctance to release the video footage they confiscated. (Quelle)

Die Gerüchteküche der ‘Truthseeker’ bietet wirklich für jeden etwas - man muss nur leichtgläubig genug sein.

Eine einziges Statement aus jüngerer Zeit bietet Futter für die Gerüchteküche. Im Juli 2006 erschien ein Interview mit April Gallop. Sie war Verwaltungsangestellte im Pentagon und am 11. September 2001 von den Anschlägen betroffen:
Me: I have heard that, as of 9/11, the anti-aircraft batteries were automated, in other words, that they would have automatically fired against any incoming aircraft that did not transmit the appropriate friend or foe signal. Is that true?

AG: Yes that is true. They are either to attempt to guide the incoming aircraft that has violated the airspace to a safe location to land. Making reasonable effort to guide it down. Or shoot it down.

Zu dem Hintergrund der Gallop-Äußerung lässt sich nur spekulieren. Wer die Passage aufmerksam liest, wird feststellen, daß die Antwort nicht zur Frage passt.
Während der Interviewer ein automatisiertes, durch Freund/Feind-Signal ausgelöstes Abschuss-System anspricht und bestätigt haben möchte, antwortet Gallop mit Abfangmaßnahmen, die nicht in Frage stehen -  ein eindringendes Flugzeug wird zu einem sicheren Ort geleitet, es wird ggf. zur Landung gezwungen oder eben als letztes Mittel abgeschossen.

All dies sind jedoch Maßnahmen, die ggf. von Abfangjägern durchgeführt werden (wobei die finale Abschuß-Maßnahme bis zum 11. September 2001 ein Tabu-Thema war) - nicht von einem automatisierten Abschuss-System.  

Warum Ms. Gallop diese Antwort mit den Worten ‘Yes that is true’ einleitet, bleibt daher unklar.
 

ZERO Beweise - unendliche Fantasie reloaded

Im Jahr 2008 wurde die x-te Zweifler-Variation unter dem Titel Zero - An Investigation into 9/11 publiziert, verantwortlich hierfür zeigt sich ein italienischer Altkommunist und Europa-Abgeordneter namens Giulietto Chiesa.
In Bezug auf den Pentagonanschlag belebt das Chiesa-Machwerk den völlig diskreditierten ‘No Boeing’ Hoaxer Thierry Meyssan und streut gleichzeitig Protagonisten ein, die absolut keinen Zweifel an der Boeing-Version haben, wie z. B. John “Silberkiste” Judge. Seine Jahrzehnte alte Kindheits-Anekdote wird mit Animationen a la Hollywood garniert, weil in der Realität nichts über diese sagenhaften Abwehrbatterien bekannt ist - kein einziges Bild, keine einzige Übung, kein einziger Fehlschuss - nichts:

 


ZERO - Pentagon Missile Defense - MyVideo

Abgerundet wird die Legendenbildung erneut von der unvermeidlichen Barbara Honegger, die dem Publikum erneut die Story vom Militärjet und dem unerlässlichen ‘Freund/Feind-Signal’ verkaufen will:

[...] only the militäry craft would be allowed to approached the building.

Man kann nur hoffen, daß die über 600 nicht-militärischen Flüge, die vom Ronald Reagan National Airport aus tagtäglich direkt am Pentagon vorbeifliegen, von den abschuss-wütigen ‘Koryphäen’ der ZERO-Gemeinde nie etwas mitkriegen werden.
 

Die Psychologie der ewigen Fragensteller

Im September 2007 meldet sich der Psychologieprofessor Barry Komisaruk u.a. mit folgender Bemerkung zu Wort:
Based upon my reading, published evidence leads me to a terribly disturbing conclusion as to the veracity of the official government accounts. Here are some of my questions. Can you answer them? (Quelle)

Unter den hinlänglich bekannten Fragen findet sich u.a. auch folgende:
#2: The Pentagon is protected by surface-to-air missiles. Why were they not deployed to shoot down whatever it was that hit the building?

An diesem Beispiel lässt sich erneut konkret aufzeigen, daß Professoren-Titel dieser ‘Skeptiker’ selten relevant sind. Auch dieser Psychologie-Professor wiederholt lediglich eine Behauptung, die vom ‘NoBoeing-Hoaxer’ Meyssan in Umlauf und von sogenannten ‘Truthseekern’ tausendfach wiederholt wurde. Der Psychologie-Professor präsentiert zudem die pure Behauptung als Faktum und baut darauf eine logisch wirkende Frage auf.
Es fehlt jedoch jeglicher überprüfbarer Beleg für diese Behauptung und es werden sämtliche Aspekte ignoriert, die gegen diese angebliche Raketen-Abwehr sprechen.

Die ewig wiederholende Prozedur des ‘Wir stellen doch nur Fragen’ lässt sich mit folgendem Ablauf veranschaulichen:

Im September 2006 wurden die Aspekte u.a. im Online-Journal of Debunking 9/11 Conspiracy Theories im Artikel ‘There Are No Missile Defenses at the Pentagon’ zusammengefasst.

Eine Antwort liegt also vor - auch wenn sie nicht jedem gefällt.

Im September 2007 taucht ein neuer ‘9/11 Truth-Scholar’ auf und wiederholt auch diese Frage:
Can you answer them?

Und so wird es auch in den kommenden Jahren weitergehen.

 

Nachtrag, 21.12.2008

April Gallop reicht im Dezember 2008 Klage gegen Cheney, Rumsfeld und Myers ein (Quelle). Formuliert wurde die Anklageschrift von William Veale, einem Mitglied der Lawyersfor911truth (siehe auch Center for 9/11 Justice)

Unter den zahlreichen Vorwürfen befindet sich u.a. folgende Behauptung:
26. Likewise, by the acts of one or more defendants in furtherance of the conspiracy, no defenses at the Pentagon responded either, no missile or anti-aircraft batteries opening from the ground around the building, or the roof; no sharpshooters deployed with hand-held missiles at stations close by; nothing.

Die Anklageschrift enthält in konzentrierter Form die ‘NoBoeing’-Argumentation in der ‘FlyOver’-Variante:
[...]if the building was hit by a plane that morning, or if, as appears more likely, a plane flew low over the building at the time the bomb(s) went off inside and/or the missile hit, to give the (false) impression of a crash, [...]
If Flight 77, or a substitute, did swoop low over the building, to create the false impression of a suicide attack, it was then flown away by its pilot, or remote control, and apparently crashed someplace else.
(Quelle)

 

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